Club der Freunde

Interview

Wieso dieser Freiburger mit dem Fahrrad zu einer Konferenz nach Polen gefahren ist

Wie schädlich Konferenzbesuche für die Umwelt sind, hat der Freiburger Politikwissenschaftler Sebastian Jäckle von der Uni Freiburg erforscht. Außerdem fuhr er mit dem Fahrrad nach Polen zu einer Konferenz, um ein Zeichen zu setzen.

Warum haben Sie untersucht, wie viel CO2 bei Reisen zu Fachkonferenzen ausgestoßen wird?
Bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehört es zum normalen Geschäft, auf Konferenzen zu gehen. Mir ging es darum festzustellen, wie schädlich dieses Verhalten ist. Dafür habe ich die letzten sechs Konferenzen des European Consortium for Political Research, der größten europäische Politikwissenschaftskonferenz, genommen und habe für sie den reisebedingten CO2-Ausstoß berechnet. Dafür musste ich natürlich nachvollziehen, wo die Teilnehmer herkamen. Die Berechnung war letztlich ganz einfach: Ich habe die Distanz der Heimatuniversität zu dem Konferenzort mal Zwei genommen – für den Hin- und Rückweg – und das dann mit den so genannten Emissionsfaktoren multipliziert, die angeben, wie viel CO2 ein Passagier pro Kilometer bei verschiedenen Verkehrsmitteln wie Flugzeug, Bahn oder Bus verbraucht. Wenn man das alles miteinander multipliziert, kommt man auf eine Hochrechnung, wie viel CO2 ein Teilnehmer einer Konferenz ausstößt.

Was haben Sie bei Ihren Untersuchungen herausgefunden?
Mein Ergebnis war, dass bei Konferenzen, die in Europa stattfanden – fünf von sechs waren in Europa, eine in Montreal, Kanada – durchschnittlich ...

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