Sport

Wie war’s beim… Yoga-Beach-Festival im Strandbad?

Hannah Köster

Die lokalen Yogis vereinen: Das ist das Konzept des Yoga-Beach-Festivals. Am Wochenende fand es zum zweiten Mal im Freiburger Strandbad statt und hatte mit Kursen, Workshops und Ständen alles im Angebot, was das Yogi-Herz begeistert. Unsere Autorin war dort.

Der erste Eindruck

Nachdem ich mich am Eingang des Strandbads für das Yoga Festival anmelde, bekomme ich ein Bändchen für das Handgelenk, damit ich mich auf dem Gelände frei bewegen darf. Ich laufe erstmal in den Eingangsbereich des Schwimmbads und muss mich kurz orientieren, wo ich denn jetzt hin muss. Ah, ganz hinten auf der Wiese sehe ich ein rosa Banner aufgespannt, dass dieselben Farben hat, wie mein Armbändchen.

Der Standort

Direkt neben dem Minigolf Bereich, hat das Festival seinen Standplatz. Zwei Bereiche sind durch weiße Tücher abgetrennt worden und haben jeweils eine eigene, kleine Bühne. Das eine ist die Mainstage, wo den ganzen Tag über verschiedene Yoga-Einheiten angeboten werden, während der andere Bereich für Workshops gedacht ist. Zwischen den beiden abgetrennten Bereich sind verschiedene Stände aufgebaut: Hier kann alles gekauft werden, was das Yogi-Herz begehrt. Namaste United, die Veranstalter des Festivals haben hier auch einen Infostand, wo sie Goodie-Bags rausgeben, Fragen beantworten und kleine Snacks verkaufen.

Das Konzept

Das Yoga-Beach-Festival ist bereits zum zweiten Mal in Freiburg und ist insgesamt in sechs verschiedenen Städten in Deutschland unterwegs. Das Festival möchte Yoga-Interessierte ansprechen und ihnen die verschiedenen und vielleicht unbekannteren Arten von Yoga näher bringen. Zum Konzept des Festivals gehört auch, dass alle Lehrerinnen und Lehrer aus Freiburger Yoga Studios kommen. Auch die aufgebauten Stände, sind von regionalen Anbietern. Das Yoga-Beach-Festival versucht immer an Standorten mit Nähe zum Wasser stattzufinden, wie eben im Freiburger Strandbad. So können die Festival Besucher zwischen den verschiedenen Yoga-Einheiten, wie normale Schwimmbad-Besucher eine Runde schwimmen gehen und Freunde und Familie mitnehmen.

Das Publikum

Die Besucher des Yoga-Festivals leuchten in bunten Yoga-Klamotten in allen Farben und sind zwischen den normalen Strandbad Besucher ganz gut zu erkennen. Man sieht Yoga-Matten in allen Formen und Farben, hier und da eine Harlemshose und alle reden mit ruhigen Stimmen miteinander. Die meisten Besucher sind weiblich, aber auch eine Handvoll Männer sind da. Viele sind in Zweigrüppchen da, Freundinnen oder auch das ein oder andere Paar. Alterstechnisch sind von Anfang Zwanzig-Jährigen bis zum Rentenalter alle dabei und alle sehen sie in ihren modischen Yoga Klamotten sehr sportlich aus.

Die Stimmung

Das Wetter ist leicht bewölkt und zwischendurch mache ich mir kurz Sorgen, ob es vielleicht regnen könnte, aber es hält sich. Insgesamt ist die ganze Atmosphäre sehr entspannt, kleine Grüppchen haben sich auf der Wiese verteilt, manche schlafen, essen oder unterhalten sich leise. Direkt hinter der Bühne sieht man den Schwarzwald und immer wieder fährt leicht der Wind durch die Bäume. Dadurch dass ich, wie bestimmt viele anderen auch, das letzte Jahr nur allein zuhause Yoga gemacht habe, finde ich es ein bisschen aufregend wieder mit anderen Menschen in einem Kurs zu sitzen.
Bis jetzt habe ich auch noch nie draußen unter freiem Himmel Yoga gemacht und es gefällt mir wirklich gut. Die Stimmung ist ganz anders, als bei mir zuhause und das Rauschen des Windes sorgt für ein beruhigendes Hintergrundgeräusch.
Was ein bisschen absurd ist: Direkt neben dem Yoga-Beach-Festival scheint auf der Minigolfanlage gerade ein Geburtstag stattzufinden, zumindest sind die Besucher dort sehr schick angezogen und haben bereits das ein oder andere Glas Sekt in der Hand. Hin und wieder dringt schallendes Gelächter rüber und ein paar neugierige Blicke werden rüber auf die Mainstage des Festivals geworfen.

Die Kurse & Workshops

Das Angebot ist breit gefächert: Von Sunrise-Kundalini (was schon um 7.45 Uhr angefangen hat) bis zu Hatha Yoga und Body-Art ist alles dabei. Ich selber bin Fan vom klassischen Vinyasa Yoga, was wahrscheinlich viele kennen und musste am Anfang erstmal herausfinden, worum es bei den verschiedenen Yoga-Arten geht. Ich suche mir im Bereich der Mainstage einen Platz für meine Yogamatte und mache zwei Kurse mit. Durch Headsets geben die Lehrer mit ruhiger Stimme ihre Anweisungen und machen ein wenig erhoben auf der Bühne die Übungen vor.

Nach zwei Stunden mache ich eine kurze Pause und schaue eine Weile bei dem Workshop zu, der gerade läuft. Es geht um das Erlernen der Thai-Massage und die Teilnehmer haben sich in Paaren zusammengefunden und massieren einander. Der Workshop-Leiter Johannes Voigt gibt immer wieder Anweisungen und holt zwischendurch seine Gitarre, um ein paar Lieder zu singen.

Alle Lehrer, die Kurse oder Workshops geben, stehen nach den Kursen noch für Fragen zur Verfügung. Besonders cool finde ich auch, dass jeder Besucher in seiner Goodie-Bag Gutscheine für Probetrainings für die jeweiligen Yoga Studios bekommen hat. Das heißt, wenn einem ein Kurs besonders gut gefallen hat, kann man mit seinem Gutschein direkt zum Yoga Studio gehen und da noch eine Stunde abstauben.

Fazit

Nachdem man so lange nur allein zuhause Sport machen konnte, habe ich es sehr genossen mal wieder mit anderen Leuten zusammen Yoga zu machen. Auch die Tatsache, dass die Trainerinnen und Trainer nicht nur in 2D auf meinem Laptop waren, sondern wirklich rumgelaufen sind und einen in der Haltung korrigieren konnten, war nach anderthalb Jahren ein absurdes Gefühl, an das ich nicht mehr gewohnt war. Insgesamt hat mir das Yoga-Beach-Festival sehr gut gefallen und ich habe neue Inspiration für meine Yoga-Routine ein bisschen zu erweitern.