Besuch

Wie war’s beim… Nachbarschafts-Flohmarkt in der Wiehre?

Jennifer Fuchs

Sommerzeit ist Flohmarktzeit! Doch wegen der Corona-Pandemie fielen Trödelmärkte flach. Umso schöner, dass am Wochenende die ersten Flohmärkte wieder stattgefunden haben – wie der Nachbarschafts-Flohmarkt in der Wiehre. Unsere Autorin war dort.

Das besondere Konzept

Als großer Flohmarktfan kann ich mir den ersten Wiehremer Nachbarschafts-Flohmarkt in diesem Sommer nicht entgehen lassen. Das Besondere an dem Konzept: die Flohmarktstände werden im eigenen Innenhof oder im Garten aufgestellt. Praktisch für die Verkäufer, den so sparen sie sich die An- und Abfahrt zum Trödelmarkt.

Es gibt auch einen hilfreichen Plan von den Veranstalter*innen, wo alle Stände mit Adressen angegeben sind. Gespannt werfe ich einen Blick darauf und puh, es sind über 230 Haushalte in der Wiehre, die bei der Aktion mitmachen. Das ist eine Menge. Da ich heute eher gemütlich eingestellt bin, entscheide ich mich ohne Plan los zu schlendern und mich einfach überraschen zu lassen, bei welchen Ständen ich lande.

Der erste Eindruck

Ich beginne meinen Trödelausflug in der Lorettostraße. Mehrere Stände mit bunten Sonnenschirmen springen mir in einem größeren Innenhof sofort ins Auge. Mit einem freundlichen Lächeln werde ich von den jungen Verkäuferinnen empfangen und komme sofort mit ihnen ins Gespräch. Neugierig schaue ich mir ihre aussortierten Klamotten an. Anders als auf den üblichen Flohmärkten ist das Stöbern viel entspannter. Keine Menschenmasse, die sich hinter oder an mir vorbeidrückt und es bleibt viel mehr Zeit, um mit den Verkäufer*innen entspannt zu plaudern und in aller Ruhe die aussortierten Schätze anzusehen.

Die Locations

Spannend. Wann hat man schon die Gelegenheit in fremden, grünen Gärten zu schlendern und sich die Innenhöfe der Wiehre anzusehen? Und ganz nebenbei findet man auch noch das eine oder andere Schnäppchen.

Die Stimmung

Sowohl die Verkäufer*innen als auch die Flohmarktbesucher*innen wirken sehr entspannt und gut gelaunt. Die Sonne scheint und es macht Spaß, durch die Wiehre zu schlendern und nach den Ständen Ausschau zu halte. Was ich besonders schön finde – die Verkäufer*innen erzählen oft noch eine kleine Geschichte zu dem verkauften Gegenstand. So erfahre ich zum Beispiel, dass mein neu erworbener Ring, der Tante der Verkäuferin gehörte und sie ihn als junge Frau immer getragen hatte. Für solche Infos bleibt bei einem gewöhnlichen Flohmarkt oft keine Zeit.

Das Resultat

Viele nette Gespräche und ein sehr entspanntes Flohmarktstöbern. Manchmal muss man ein wenig suchen, bis man den nächsten Stand entdeckt, aber viele Verkäufer*innen haben auch bunte Hinweisschilder geschrieben und den Garten mit ihren Kindern zum Beispiel liebevoll mit Luftballons dekoriert. Da die verschiedenen Stände weiter auseinander liegen und die Kaufinteressierten sich somit besser verteilen, kommt das Konzept des Nachbarschaftsflohmarktes auch den aktuellen Coronabestimmungen entgegen. Ein weiterer Pluspunkt: Es bleibt viel mehr Zeit für nette Plaudereien oder dass man die Vorgeschichte des gekauften Gegenstandes erfährt.