Wie war’s beim … "Fluxuriös" Poetry Jam im E-Werk?

Jennifer Fuchs

Endlich wieder ein Poetry Slam! Beziehungsweise: Poetry Jam. Was der Unterschied ist und welche Rolle dabei ein Akkordeon spielte, lest ihr in der Veranstaltungs–Review auf fudder.

Der erste Eindruck

Ein schöner Spätsommerabend – perfekt für den Poetry Jam unter freiem Himmel. Die Veranstaltung findet auf dem Parkplatz direkt neben dem E-Werk statt. Um es etwas gemütlicher zu machen, wurden orientalische Teppiche ausgelegt, orangene Bierbänke aufgestellt – natürlich mit dem coronabedingten Mindestabstand – und bunte Fähnchengirlanden aufgehängt. Das Publikum wird langsam aber sicher immer mehr. Gegen den Durst hat das Fluxus Restaurant einen Getränkewagen bereitgestellt.

Die Location

Der Parkplatz vom E-Werk ist erstaunlich ruhig, wenn man überlegt, dass die befahrene Eschholzstraße direkt um’s Eck ist. Die Deko der Veranstaltung ist meiner Meinung nach gelungen. Es gibt mehrere Paletten die mit Lichterketten beleuchtet sind, Girlanden, Teppiche sowie Bierbänke und Tische. Dadurch das die Veranstaltung draußen stattfindet, besteht keine Maskenpflicht. Die Sitzplätze haben coronabedingt einen großen Abstand zueinander. So werden die Sicherheitsbestimmungen vorbildlich eingehalten.

Das Publikum

Die Besucher der Veranstaltung sind bunt durchmischt. Von jungen Studenten bis Kulturinteressierte mittleren Alters. Die Stimmung ist am Anfang noch etwas verhalten, was wahrscheinlich auch an den Sicherheitsabständen liegt. Doch das legt sich schnell als die ersten Künstler die Bühne betreten.

Die Künstlerinnen und Künstler

Von Gedichten über die Liebe bis zu Comedy über Coronagedanken, ein Rap über Emojis bis hin zum Singer & Songwriter ist alles dabei. Ein künstlerisches, sehr abwechslungsreiches Programm. Neben erfahrenen Poetry Slammer wie Riccardo Raps treten auch Anfänger auf, die ihre geschriebenen Texte dem Publikum präsentieren.

Die Künstlerinnen und Künstler haben sich einiges einfallen lassen. So wird ein Comedybeitrag zum Beispiel musikalisch mit einem Akkordeon unterstützt oder die Wortakrobatin Ulla Skrue Klomp hat extra für ihren Auftritt Emojis- Figuren gebastelt.

Der Unterschied zu einem Poetry Slam

Die Moderatoren und Veranstalter des Poetry Jam’s sind Cäcilia und Ansgar von der Initiative "Asphalt Sessions". Sie leiten nicht nur durch die Veranstaltung, sondern erklären auch den Unterschied zu einem Poetry Slam. Bei einem Jam steht nicht das Konkurrenzdenken und das Gewinnen im Vordergrund, sondern einfach ein entspanntes Darbieten der Texte und der Musik. So werden die Teilnehmer nicht untereinander bewertet und es ist auch perfekt für nervöse Anfänger geeignet, die zum ersten Mal auf der Bühne stehen.

Spende für einen guten Zweck

Am Ende des Abends wird das Publikum gebeten, etwas Geld zu spenden. Das Schöne daran: die Spende kommt, aus aktuellen Anlass, den Geflüchteten von Moria zu Gute und wird von den Veranstaltern aufgerundet.

Die persönliche Meinung

Ein richtig schön gelungener Poetry Jam! Mir hat es sehr gefallen, dass die Veranstaltung unter freiem Himmel stattgefunden hat und dass die Darbietungen so abwechslungsreich waren. Weiterer Pluspunkt: die Spendenaktion für Moria!