Ausstellung

Wie war’s bei … 900 Stunden durch Raum und Zeit?

Jennifer Fuchs

900 Stunden Programm zum 900. Geburtstag Freiburgs: Das ist die Idee des Artik-Projekts "900 Stunden durch Raum und Zeit". Zum Auftakt gab es eine Ausstellung des Künstlers Joe Abstract.

Der erste Eindruck

Direkt neben dem Artik befindet sich der "Zeitraum", eine für 38 Tage angemietete Ausstellungsfläche, an dem am Sonntag der junge Graffitikünstler Joe Abstract seine Werke präsentiert. Es ist ein heißer Sommertag und vor dem Eingang sitzen einige junge Besucherinnen und Besucher mit einem kühlen Getränk in der Hand. Sie lachen und unterhalten sich. Die Stimmung ist locker und entspannt. Wie üblich muss jeder einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Kontaktdaten am Eingang hinterlassen.

Der Ausstellungsraum

Puh, durch die Glasfront am Eingang ist es im Innern des Gebäudes noch ein paar Grad wärmer. Kein Wunder, dass so viele Besucherinnen und Besucher mit einem kühlen Getränk draußen sitzen, nachdem sie sich die Kunst angeschaut haben. Der Ausstellungsbereich ist hell und hat einen angenehme Größe. Der Holzboden und die weißen Wände machen den Raum freundlich und nicht zu steril. An der Eingangstür steht ein Tisch mit kühlen Erfrischungsgetränken und kleinen Snacks, wo sich die Besucher und Besucherinnen auf Spendenbasis bedienen dürfen.

Die Besucherinnen und Besucher

Es ist vor allem junges Publikum, dass die Ausstellung besucht. Trotz der Hitze ist einiges los. Der Künstler ist ebenfalls anwesend und steht den interessierten Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Auch herrscht eine offene und freundliche Atmosphäre. Im Hintergrund läuft entspannte Musik.

Die ausgestellten Werke

Bei den Arbeiten von Joe Abstract, der eigentlich Joe Diener heißt, erkennt man sofort die Einflüsse von Graffiti Art. Aber auch Impulse aus dem Bereich Grafik Design lassen sich erkennen. Ausgefallene 3D-Arbeiten mit Marker auf Karton, als auch detailreiche schwarzweiß Zeichnungen finden ihren Platz in der Ausstellung.

Der Künstler

Joe Abstract ist ein Graffiti-Künstler aus Freiburg, der gerade sein Grafik-Design-Studium abgeschlossen hat. Für den 21-jährigen Kreativschaffenden ist es die erste Ausstellung. "Das 900 Stunden Projekt ist eine super Möglichkeit für mich, meine Arbeiten zu präsentieren. Durch einen Freund bin ich auf die Ausschreibung aufmerksam geworden und habe mich direkt dafür beworben", erzählt er.

Das Konzept

"900 Stunden durch Raum und Zeit" ist ein kulturelles Projekt vom Artik und 900 Jahre Stadtgeschichte. Vom 18. Juni bis 25. Juli 2021 findet ein täglich wechselndes Kulturprogramm in der Haslacher Straße 43 statt. Dafür wurde ein rund 120 Quadratmeter großer Raum gemietet, der ausgewählten Kulturschaffenden zur freien Verfügung steht. Innerhalb 38 Tagen gibt es sowohl Ausstellungen, als auch Konzerte, Workshops oder Performances. Die Ausstellung des jungen Künstlers Joe Abstract war ein Programmpunkt von dem Projekt "900 Stunden durch Raum und Zeit".

Fazit

Endlich mal wieder eine kulturelle Veranstaltung, die man besuchen kann. Nichts gegen die digitalen Veranstaltungen während des Lockdown, aber es ist einfach ein anderes Lebensgefühl auf eine Ausstellung zu gehen, sich mit dem Künstler persönlich zu unterhalten und die Werke in der Realität zu betrachten. Das Konzept des Projekt "900 Stunden durch Raum und Zeit" ist eine tolle Idee, die vielen Freiburgern Kreativschaffenden die Möglichkeit gibt, sich endlich wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren. Gerade für junge Künstler ist es eine gute Chance, erste Erfahrungen zu sammeln. Das täglich wechselnde Programm wird auf der Internetseite des Artik regelmäßig bekannt gegeben und es lohnt sich dort vorbeizuschauen.