Coronavirus

Wie Studierende jetzt psychologische Unterstützung finden – und bieten können

Fabian Thomas

Ein bisschen Quarantäne, dann war’s das? Nicht alle Studierenden treffen die Einschränkungen wegen des Coronavirus so leicht. fudder hat Tipps, wo Studierende Hilfe finden und wie sie selbst helfen können.

Die meisten Studierenden trifft Corona nicht hart. Im schlimmsten Fall dauert das Studium ein, zwei Semester länger; die WG ist etwas leerer oder die Bafög-Weiterzahlung muss noch geklärt werden. Es gibt sie aber, die Studierenden, für die Corona eine große psychische Belastung darstellt. Das sind vielleicht internationale Studierende, die nicht nach Hause können, weil das Geld nicht reicht oder weil sie geflüchtet sind. Oder Studierende, die ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern haben. Um sie wird es jetzt einsam, wenn viele zu ihren Eltern gehen und soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden. Sie sind aber nicht alleine.


fudder stellt vier Möglichkeiten vor, wie Studierende jetzt Hilfe finden – und selber anbieten können.

1. Psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerks

Unter der 0761/2101-269 erreicht man die psychotherapeutische Beratung des Studierendenwerk Freiburg. Termine könnt ihr mittwochs zwischen 13 und 14 Uhr telefonisch vereinbaren. Die Beratung findet seit Corona vor allem telefonisch statt, in Notfällen ist aber laut dem Studierendenwerk auch ein Gespräch vor Ort möglich. In jedem Fall vorher anrufen!
2. Nightline

Die Nightline ist ein anonymes Zuhörtelefon. Studierende hören dir zu – und du kannst erzählen, was dich bewegt. Die Nightline Freiburg macht gerade Ferien, doch es gibt einige Nightlines in ganz Deutschland, die noch erreichbar sind. Ihr findet sie unter diesem Link. Einfach mal ausprobieren!
3. Die U25-Mailberatung

Bei U25 werden Menschen unter 25 Jahren in Lebenskrisen von Gleichaltrigen per E-Mail begleitet. Die Anmeldung ist derzeit offen (Stand: 21. März)
4. Selbst Hilfe anbieten

Studierende können aber auch selbst Hilfe bieten, indem sie mit ihren Kommilitonen Kontakt halten. Es kann schon helfen, ein bisschen zu telefonieren, und einfach darüber zu reden, wie es gerade läuft und zu teilen, welche Strategien einem helfen, mit der Situation umzugehen. Zuhören. Oder diesen Artikel teilen. Um es mit den Worten Angela Merkels aus ihrer Fernsehansprache vom 18. März zu sagen: "Ich bin sicher, dass wir einander nicht alleine lassen."