Club der Freunde

Vom Sterben, Trauern, Trösten

Wie man seinen digitalen Nachlass regeln kann

Wer zu Lebzeiten sein digitales Erbe nicht regelt, macht es Hinterbliebenen oft schwer. Wie kann man online gut vorsorgen?

Als er noch lebte, war er immer der Letzte, der die Party verließ. Er konnte feiern und trinken, Fußballlieder grölen und am nächsten Morgen wieder fit sein. Er schlug nie eine Einladung aus: Eis essen, Radfahren, in den See springen. Philipp war dabei. Er starb an einem bösartigen Hirntumor, einem Glioblastom. Das war vor zehn Jahren. Jetzt ist Philipp nicht mehr dabei, wenn seine Freunde feiern, aber sein Name steht immer noch auf der Einladungsliste bei Facebook. Als würde er noch leben.
Sein Profil in dem sozialen Netzwerk ist weiterhin aktiv. Es ist eins von Millionen Geisterprofilen, also Accounts von Verstorbenen, die nicht mehr genutzt werden, aber noch da sind. Es gibt dafür verschiedene Gründe. Weil die Angehörigen digital alles so lassen möchten, wie es ist. Weil sie wollen, dass sich Freunde bei ihm immer noch melden können. Denn Facebook erinnert weiterhin an den Geburtstag des Verstorbenen oder schlägt ihn anderen als neuen Freund vor. Es kann auch sein, dass die Familie keinen Zugriff auf das Konto hat – oder den technischen Aufwand scheut, es zu löschen.
Laut Gesetz müssen sich die Angehörigen auch um digitale Hinterlassenschaften kümmern
Wenn niemand festgelegt ...

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