Club der Freunde

Technologie

Wie Künstliche Intelligenz dabei helfen kann, die Handschrift der Uroma zu entziffern

Es geht ihm darum Generationen zu verbinden und kulturelle Brüche zu heilen: Achim Rabus der Universität Freiburg trainiert eine KI, um Schriften längst vergangener Tage lesen zu können.

Bei uns zuhause steht seit vielen Jahren eine alte, rote Kladde im Bücherregal. Vor inzwischen 120 Jahren hat sie jemand in einer äußert sorgfältigen Schrift gefüllt – wohl in einer Hauswirtschaftsschule am Bodensee. Denn Tag für Tag ist ein neues Rezept vermerkt, die Mengenangaben sind sehr ungefähr, dafür stehen am Ende die Kosten. Genauer wissen wir es nicht, die damals übliche Kurrentschrift bereitet uns erhebliche Mühe. Wie sie damals wohl das Kochen unterrichtet haben?
Hier kommt Achim Rabus ins Spiel, auch wenn das zunächst etwas seltsam klingt. Denn der Geschäftsführende Direktor des Lehrstuhls für slavische Philologie an der Universität Freiburg beschäftigt sich mit "Vergangenheitsbildung in gesprochenen karpatorussinischen Varietäten" oder "Bindestrichlinguistiken in der Slavistik". Dass er auch in Kochbüchern macht, ist aber kein Hobby, sondern hat mit Künstlicher Intelligenz zu tun, einer internationalen Forschergemeinde – und der Förderlogik des Wissenschaftsministeriums.
Zur Person: Achim Rabus (Jahrgang 1979, verheiratet, vier Kinder) ist Professor für Slavistik an der Universität Freiburg.
Denn Rabus leitet ein Projekt, um mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) altslavische Texte ...

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