Club der Freunde

BZ-Serie Liebe(s)leben

Wie es ist, asexuell zu sein

Kaum erforscht und für viele Menschen immer noch ein Gesprächstabu: Wer asexuell ist, empfindet gegenüber anderen keine sexuelle Anziehung. Zwei Freiburger erzählen, wie es ihnen damit geht.

Wenn Katarina Koch* sich Partnerschaftsanzeigen anschaut, fällt ihr auf: Ein Viertel der Interessierten sucht nach "etwas Leidenschaftlichem". Jedes Mal, wenn die 47-Jährige die Inserate überfliegt, gibt es zwei bis drei Männer, die bereits in einer Beziehung sind, in der die Luft raus ist und die nach etwas Sexuellem suchen. Für Katarina Koch ist das nichts. Sie hat kein Interesse an Sex mit anderen Menschen.

Zurück kamen übergriffige Nachrichten
Zwei Mal hat sie selbst eine Annonce aufgegeben. Ihre Titel: "Platonische Liebe gesucht" und "Asexualität ist keine Krankheit". Zurück kamen übergriffige Nachrichten: "Holst du mir wenigstens einen runter?", "Was soll die blöde Anzeige, das hat mit Liebe nichts zu tun". Einmal wurde ihr vorgeworfen, sie sei verklemmt oder müsse nur mal mit dem Richtigen schlafen. Wenn sie das Gefühl beschreiben soll, das sie beim Lesen der Zuschriften spürte, muss sie nicht lange überlegen: "Scham!" Sie fühlte sich unnormal, "wie von einem fremden Planeten". Geschrieben hatte sie, dass sie sich Geborgenheit und Zärtlichkeit wünsche: Sie stellt sich einen Partner vor, mit dem sie wandern und in die Sauna gehen kann, dass sie füreinander da sind, wie in jeder anderen Beziehung auch – "nur eben ohne Sex".
Reinhören: Liebe(s)leben – der Podcast zur BZ-Serie
Asexualität ist eine sexuelle Orientierung. Sie ...

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