Club der Freunde

Testobjekt Mensch

Wer nimmt als Versuchsperson an den Studien der Uni Freiburg teil?

Für Studien werden jeden Monat Tausende Versuchspersonen benötigt. Doch wer nimmt daran teil? Und warum? Ein Besuch an der Freiburger Universität:

Viele wissenschaftliche Studien sind ohne Versuchspersonen undenkbar. Gerade Studierende nutzen diese Möglichkeit als Nebenjob. Allein in Freiburg gibt es Tausende solcher Probanden – eine Parallelwelt, die im Alltag fast nie sichtbar wird.
Die Universität
Eine Fußgänger-Ampel in der Freiburger Innenstadt. An der Metallstange flattern Wohnungsgesuche, Che-Guevara-Parolen und eine Terminankündigung für die nächste Kuschelparty. Zwischen den bunten Flyern sticht ein Aufruf hervor: "Immer der Nase nach!", verkündet ein Zettel im DIN A4-Format. Gesucht werden Paare im Alter von 22 bis 40 Jahren, die an einer Studie teilnehmen sollen. Das Thema: Stresserleben und Geruchssinn.
Der Aufruf stammt von der Abteilung für Biologische und Differentielle Psychologie der Universität Freiburg. Er ist kein Einzelfall: In fast jeder Universitätsstadt gehören Studien mit Versuchspersonen zum Alltag. Mal geht es darum, am Computer eine Taste zu drücken, ein anderes Mal um eine möglichst schnelle Reaktionszeit oder körperliche Ausdauer. Für Studierende können sich solche Experimente lohnen: Fast immer gibt es eine Aufwandsentschädigung; für manchen werden Laborbesuche zum Nebenjob.
Gebraucht werden die menschlichen Versuchskaninchen für unterschiedlichste Zwecke. Matratzenhersteller wollen wissen, wie bequem es sich auf einem neuen Modell schläft; die Pharma-Industrie muss neue Medikamente ...

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