Satire

"We talk Freiburg" entschuldigt sich für missglücktes Kandidierendengrillen

Anika Maldacker

Es sollte Satire sein: Nach dem Talk "Roast of" mit den Freiburger Bundestagskandidierenden am Sonntag hat sich das Organisationsteam entschuldigt. Man habe bei der Veranstaltung Fehler begangen.

Bei dem "Roast of", dem Kandidatengrillen zur Bundestagswahl 2021, seien einige Kommentare gefallen, so das Organisationsteam "We talk Freiburg" in einer Pressemitteilung am Donnerstag, denen der nötige Respekt fehlte und die so nicht hätten vorkommen dürfen. Besonders beim CDU-Bundestagsabgeordneten und -kandidaten Matern von Marschall entschuldigte sich das Team. Er wurde bei der Satire-Talkrunde am Sonntag im Freiburger Jazzhaus mit der Anmerkung eingeführt, dass sein Name "so schön nach Nazi-Erbe klingt". Das Team erklärte, dass dies eine unangebrachte Anspielung auf von Marschalls Großvater war, der im Dritten Reich in der NSDAP aktiv war. Dagegen hatte sich von Marschall allerdings schon positioniert, so das Team.

Die Gruppe erklärt in der Mitteilung, dass eine kurzfristige Raumabsage und entsprechende Umplanungen es verhinderten, dass die Skripte der teils externen Moderatoren gegengelesen wurden. Auch eine Generalprobe habe nicht stattgefunden. Das habe dazu geführt, dass die Moderation keine "konstant neutrale Diskussion, gleichmäßig verteilte Redezeit und ausgewogene Kritik aller ermöglicht" habe.

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