Was ist dein Stil? (Teil 104)

Jonas Zahn

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Menschen die Frage "Was ist dein Stil?" Diesmal: Lucas aus Lörrach.



Mein Stil ist eine Mischung aus Hiphop und Skate- bzw. Streetstyle, obwohl ich selber nie Skateboard gefahren bin. Hiphop-mäßig bin ich aber wirklich unterwegs und zwar als DJ einer Lörracher Rap-Gruppe. Was ich unbedingt vermeiden will, ist auszusehen wie einer dieser Rapper aus den MTV-Videos. Ich stehe nicht so auf den Bling-Bling-Style. Deshalb auch der skatige Einfluss, was meine Kleiderwahl anbelangt.

Am liebsten habe ich meine weiten Baggy-Hosen, die ich gerne tief trage, auch wenn ich damit manchen pikierten Blick älterer Leute riskiere. Für mich sind meine weiten Hosen ein Teil meiner Lebenseinstellung, sie gehören einfach zu mir.

Was gar nicht geht sind so abgefreakte Sachen, wie sie Punks oder Gruftis tragen, das wäre überhaupt nicht mein Fall. Aber prinzipiell denke ich, jeder sollte tragen, was ihm gefällt.

Ich kaufe oft im Carhartt-Outlet in Weil ein, aber auch im Internet, weil ich dort genau das bekomme, was ich will. Ich gehe in der Regel alle zwei Monate einkaufen. Was ich dabei ausgebe, variiert sehr: Zwischen 20 und 250 Euro ist alles drin.

Ich habe keine Stilikone, ich passe mich niemandem an, sondern versuche meinen eigenen Stil zu treffen.

Mein absolutes Lieblingsaccessoire ist meine Mütze, Marke H&M 5,99 Euro. Ich habe davon vier Stück.

Neben meinen Mützen sind meine Kopfhörer auch noch ein heißer Kandidat, obwohl die eigentlich kein Kleidungsstück sind, ich sie aber immer bei mir habe.

Marken sind mir eigentlich egal, ich habe aber sehr viele Kleider von Carhartt, weil es sich anbietet. Ansonsten trage ich aber auch Sachen von Illmatic, Addict oder auch ganz normales Zeugs von H&M.

Für 200 Euro würde ich mir ein paar Sachen für den Sommer kaufen: kurze Hose, Sneakers und eine neue Mütze – das wäre auch mal an der Zeit.

Ich habe in meinem Leben aus meinem jetzigen Blickwinkel wohl schon die eine oder andere Stilsünde begangen. Aber damals hat es mir gefallen, also was soll’s. In Zukunft werde ich wahrscheinlich auch über meine jetzige Kleidung denken: wie konnte ich das nur tragen?

[Lucas, 22, Student]