Schwarzwaldstadion in Freiburg

Warum es trotz breiter Korridore zu Gedränge kommen kann

Simone Höhl

Nach dem SC-Spiel gegen Paderborn ist es vor dem Stadion zu einem Gedränge gekommen. Ein Besucher berichtet von beängstigender Enge für Fans jenseits einer weiträumigen Polizeiabsperrung.

Die Polizei sagt, sie hätte keine gefährliche Situation gesehen und andernfalls die Absperrung lockern können. Nach dem Abpfiff des Spiels hätten sich hunderte Menschen vor dem Stadion an der Schwarzwaldstraße auf dem Gehweg durchquetschen müssen, sagt der Stadionbesucher. Weil die Leute so drückten, sei eines der stabilen Absperrgitter krachend umgefallen. Er wunderte sich sehr, warum die Polizei die Situation nicht entschärft habe. Zumal rund 200 Fans der Sieger-Elf aus Paderborn wohl keine Gefahr darstellten.


Beamten beobachten nichts Kritisches

Für die Busse von Fans aus dem Gästeblock wird die Schwarzwaldstraße immer abgesperrt, sagt Polizeisprecher Jerry Clark. Tatsächlich sei es etwa zehn Minuten lang sehr dicht gedrängt auf dem Gehweg zugegangen. Die Beamten an der Absperrung hätten aber die Menschen im Blick gehabt und nichts Kritisches beobachten können. Wer aus dem Stadion kam, hätte das Gedränge umgehen und einen Umweg nehmen können, sagte Clark. Doch einige hätten sich trotz des Staus für den Gehweg entschieden.

Am Stadion gibt es aus Sicht der Polizei wegen der baulichen Situation keine andere Möglichkeit, die An- und Abreise der Fans zu organisieren. Die Korridore, die sie absperrt, variieren in der Größe – je nach der Anzahl der Busse, die angekündigt sind, erklärt Clark. Basis seien auch das Verkehrskonzept für SC-Heimspiele und die jeweilige Vorplanung der Polizei, die vor Ort aber flexibel reagieren könne. Die Absperrgitter während des Einsatzes zu entfernen, sei allerdings schwierig, so der Polizeisprecher auf Nachfrage: "Das kostet viel Personal."

In dem Fall am Samstag hätten die mobilen Absperrungen teils aus Flatterband bestanden. "Die können auch kurzerhand entfernt werden, sollte es mal zu Problemen kommen, was bislang aber nicht der Fall war", sagt Clark. Der Gehweg sei breit genug, auch für Massen, zeitweise jedoch werde es vor dem Stadion immer mal eng zugehen.