Mode und Lifestyle

Von der Tennissocke bis zur Baguette-Tasche: Das sind fudders Sommertrends 2020

Angelina Klee, Maxim Melzer & Gina Kutkat

Der Sommer 2020 ist kein Sommer wie jeder andere. Trotzdem gibt es auch in Corona-Zeiten Trends, die nicht zu übersehen sind. fudder zeigt, was 2020 in der heißen Jahreszeit in Sachen Mode, Lifestyle und Essen angesagt ist.

Wenig reisen, viel draußen sein und Abstand halten: Im Sommer 2020 müssen sich junge Menschen an die Corona-Regeln anpassen. Vielleicht ist deshalb die Mode dieses Jahr ein bisschen fröhlicher und bunter – und die Sehnsucht nach alten Zeiten spiegelt sich noch deutlicher wider als sonst. Die fudder-Redaktion hat die Sommertrends 2020 zusammengestellt – die meisten davon gab’s schon mal.


Money Piece Highlights oder auch: gesichtsumrahmende Strähnen

Kennt noch jemand Ginger Spice? Sie war das freche, schrille Fünftel der Spice Girls und setzte in den 90ern einen Haartrend, der jetzt wiederkommt: Money Piece Highlights nennt man die Methode, bei der die beiden vordersten Strähnen des Haaransatzes aufgehellt werden. Je nachdem, wie dick die blonden Strähnen gefärbt werden, hat das einen auffrischenden Effekt. Der Name rührt daher, dass das Färben von zwei Strähnen relativ günstig ist und theoretisch mit Münzen bezahlt werden könnte.

Besondere Zeiten benötigen besondere Accessoires

Der Sommer 2020 ist anders als andere – und deshalb darf natürlich auch in dieser Liste der Mundschutz nicht fehlen. Waren wir am Anfang der Corona-Zeit noch zögerlich, ob ein eigener Mundschutz wirklich her muss, präsentieren wir ihn nun stolz zu jedem Outfit: blau-weiß-gestreift, getigert, einfarbig oder mit Blumenmuster. Dass wir den Atemschutz als Accessoire verstehen, hätte uns vor einem Jahr noch keiner geglaubt.

Wie heißt nochmal der Song von Metallica?

Vintage-Shirts werden immer beliebter: Oversize-Schnitt und dazu ein großer Aufdruck. Dieser zeigt meist die prägendsten Musiker dieser so aufregenden Jahrzehnte: Metallica, Bob Marley oder 2 Pac. Noch dazu kann man mit breitem musikalischen Wissen beeindrucken und stellt sich gleichzeitig gegen die Fast Fashion-Industrie. Ob der Träger oder die Trägerin den Künstler tatsächlich kennt, ist nicht immer klar.

Die Tasche für unter den Arm

Sie war in den 90ern eine IT-Tasche und ist jetzt plötzlich wieder da – wie ja bekanntlich so einiges aus diesem Jahrzehnt. Die Tasche ist dadurch zu erkennen, dass sich die Trägerin oder der Träger unter den Arm klemmt. So wird sie im bösen Volksmunde "Armschweiß"-Piece genannt, Carrie aus "Sex and The City" sagte über sie: "Es ist keine Tasche. Es ist ein Baguette."

Immer noch da: Die Birkenstocksandale

Unglaublich, aber es vergeht kein Sommer, in dem nicht ein Birkenstock-Modell gerade im Trend ist. Aktuell darf sich der Zweiriemer "Arizona" über seine besondere Beliebtheit freuen. Ob ganz klassisch in Schwarz oder auffällig in Pink oder Leopard-Gold: Diese Schlappe passt einfach zu jedem Outfit.

Nicht vergessen, UNO zu schreien

Es geht doch nichts über eine gepflegte Runde Uno. Oder Kniffel. Oder Scrabble. Oder Mastermind. Während der coronabedingten Ausgangssperre haben wir unsere Liebe zum Spielen wiederentdeckt, die jetzt ausgiebig weitergelebt wird. Du musst nur 5 bis 10 Euro in eines der Spiele investieren und schon ist der Schwimmbad-Aufenthalt oder der Pärchen-Urlaub gerettet.

Das Hawaiihemd von Papi lässt grüßen

Hieß früher mal Hawaiihemd, bis das zu uncool wurde. Doch eigentlich ist’s genau das: Ein kurzärmliges Hemd mit auffälligen, häufig bunten Mustern. Diese zeigen mal Bäume oder Blumen, können aber auch Hausfassaden, Skylines oder ähnliches abbilden – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Stylingtipp: Die obersten Knöpfe bleiben offen. So sind die Hemden wie gemacht für den Sommer: Auffällige Farben und Muster und darunter schön luftig.

Das Fanta-Feeling

Wir haben jahrelang der kalten Cola (einige Menschen trinken sie in der Light-Version, hust) den Vorrang gelassen – und die heißgeliebte Fanta vollkommen vernachlässigt. Dieses Jahr erlebt der orangefarbene Traum ein großes Comeback. Bei über 30 Grad das prickelnde Getränk genießen und man fühlt sich gleich erfrischter. Tipp: Am stylischsten sind natürlich die Fanta-Retro-Flaschen.

Die Tennissocke als Schweißfänger

Läuft man diesen Sommer durch die Innenstädte könnte man meinen, Tennis erlebt gerade einen zweiten Frühling. Es wimmelt nur so von den Socken, die dieser Sport geprägt hat. Lang und weiß müssen sie sein. Am Ende sitzt dann das Symbol eines beliebigen Sportartikelherstellers. Vor zwei Jahren hat man sich noch Blasen gelaufen, weil die Socken nicht zu kurz sein konnten, heute nimmt man Schwitzefüße durch die dicken Socken freiwillig in Kauf: So schnell ändern sich Geschmäcker.

Puff Daddy lässt grüßen – oder so

Einerseits ist 2020 der Sommer der sportlichen Outfits, andererseits hat er auch seine niedliche und verspielte Seite. Selten gab es auf den Straßen so viele romantische Kleider zu sehen: Pastellfarbig oder geblümt müssen sie sein. Und ein Detail darf nicht fehlen: der Puffärmel. Voluminös, sommerlich, süß: Unpraktisch nur, wenn man eine Jacke drüber ziehen will. Aber die braucht man bei diesen Temperaturen sowieso nicht.

Die 80er haben angerufen – sie wollen ihre Rollschuhe zurück

They see me rollin’: War im letzten Sommer noch das Skateboard Trend, rücken jetzt die Rollschuhe nach. Ja, richtig gelesen: Die Rede ist nicht von Inline-Skates, sondern von old school Rollschuhen, wie wir (oder einige von uns) sie in den 80ern fuhren. Hotpants, Pastellfarben und Kniestrümpfe machen diesen Trend perfekt. Also: Rollen unter die Füße schnallen und ab auf die Straßen.

No Drama, Bananenbrot: Der Mettigel der Instagram-Generation

Hat Corona diesen Trend gemacht oder gab es ihn schon vorher? Egal, in den letzten Monaten wurden in unseren Backöfen so viele Bananenbrote gebacken wie nie zuvor. Und die Ergebnisse wurden dann unter dem Hashtag #Bananabread fleißig auf Instagram geteilt. Es ist ja auch leicht zu machen: Ein paar Reife Bananen, Eier, Mehl, Backpulver und Kokosblütenzucker, fertig ist das Ding.

Punkte auf den Kleidern

Die süßen Polka Dots aus den 40er Jahren – berühmt gemacht von Marylin Monroe – sind auf unseren Blusen, Röcke und Kleider zurück. Die Dots kommen vom Volkstanz Polka, der in den USA im 19. Jahrhundert beliebt wurde. Die Frauen in den Polka-Clubs trugen zum Tanzen Kleidung mit Punkten – die legendären Polka Dots waren geboren. Kleidung mit Polka Dots kann man bei festlichen Anlässen tragen, im Büro oder aber auch im Alltag kombinieren. Am besten stylt man das feminine Muster lässig zu Lederjacken, Sneaker oder Oversized-Blazer.

Mehr zum Thema: