Foundersclub

Vom kreativen Funke zum eigenen Start-Up: Der Gründerwettbewerb Spark

Felicia Herr

Die Hochschulgruppe Foundersclub brennt für Themen wie Start-Ups und Entrepreneurships. Nun richtet der Club zum ersten Mal den Gründerwettbewerb Spark aus. Worum es dabei geht, erzählen Philipp George und Caroline Hein.

Viele Studierende wissen zu Beginn ihres Studiums noch nicht genau, wohin es sie beruflich verschlagen wird. Mit kreativen Ideen und etwas unternehmerischem Know-How kann man es aber auch zur eigenen Firma schaffen. Mit dem Gründerwettbewerb Spark begleitet der Foundersclub Studierende in neun Wochen dabei, ihr eigenes Geschäftsmodell zu entwickeln. Drei Gründerteams winkt am Ende ein Preisgeld von 2000 Euro.


Grünes Gründen

Der Titel des Wettbewerbs steht kurz für das zugrundeliegende Motto: "Creativity is the spark that ignites the fire of progress" (deutsch: Kreativität ist der Funke, der das Feuer des Fortschritts entzündet). In diesem Sinne haben Anfang Mai über 100 Gründungsinteressierte an der digitalen Kickoff-Veranstaltung teilgenommen und sich mittlerweile in insgesamt 14 interdisziplinäre Teams aufgeteilt.

Einen bereits ausgereiften Business-Plan müssen die Teilnehmenden des Wettbewerbs nicht unbedingt mitbringen. "Es geht vielmehr darum, kreative und innovative Ideen auszubauen und gemeinsam im Team tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln", erklärt Caroline Hein. Sie studiert Embedded Systems Engineering in Freiburg und ist seit dem letzten Sommersemester selbst ein festes Mitglied im Foundersclub.

Philipp George, Informatikstudent und Mit-Initiator des Foundersclubs, ergänzt: "Wir haben darauf Wert gelegt, dass wir mit dem Wettbewerb vor allem nachhaltige Geschäftsmodelle fördern. Sonst wird meist darauf geschaut, ob man viel Geld mit einer Idee verdienen kann. Bei uns bekommen aber alternative Ziele mehr Gewicht. Wir haben zum Beispiel einen extra Workshop zu sozialem und nachhaltigem Entrepreneurship und alternativen Finanzierungskonzepten angeboten. Das ist ein Aspekt, der uns von allen anderen Gründungswettbewerben unterscheidet."

Mit einer nachhaltigen Idee nehmen Projekte aus allen Bereichen teil: Neben nachhaltiger Elektro-Mobilität für Motorroller oder Urban-Gardening-Konzepten werden auch Apps zur Insulinspiegelmessung für Diabetiker entwickelt.
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Die Teilnehmenden erhalten professionelle Unterstützung

Über neun Wochen unterstützen Caroline und Philipp die Wettbewerbsteilnehmenden als Spark-Tutoren in organisatorischen Fragen ihres Startup-Projekts. Philipp sagt: "Die Tutoren checken außerdem die festgelegten Meilensteine, welche jedes Team erfüllen muss, nämlich eine Marktanalyse, die Erstellung einer Website, ein 90-Sekunden-Trailer und ein Pitch Deck." Letzteres ist eine Kurzpräsentation über das Projekt, Herausforderungen und Ziele, welche potentielle Investoren überzeugen soll.

Ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs sind außerdem begleitende Workshops, Vorträge und ein professionelles Mentoring von erfahrenen Gründerinnen und Gründern. So erhalten die Teilnehmenden des Wettbewerbs wöchentlich essentielle Einblicke in verschiedene Bereiche der Geschäftsgründung wie Finanzierung, Internetauftritt oder gesetzliche Rahmenbedingungen. Es ist außerdem eine vierköpfige Fachjury aus Wirtschaft, Tourismus und der Digitalisierung, die die Gründungsprojekte abschließend beurteilt.

2000 Euro Preisgeld für die drei besten Startup-Teams

Das maßgebliche Kriterium für Bewertung soll dabei ein erfolgreicher Entwicklungsprozess von der Idee bis hin zum präsentierten Geschäftsmodell sein. Außerdem können die Teams in den Kategorien Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit und sozialer Einfluss punkten.

Ob die Preisverleihung am sogenannten "Demo-Day" am 11. Juli wie geplant als öffentliche Präsenzveranstaltung oder online stattfinden wird, ist wegen der Corona-Situation noch nicht klar. Auf jeden Fall aber hofft Philipp, dass neben den eingeladenen Investoren, Wissenschaftlern und Politikern auch viele junge Menschen mit Interesse an der Start-Up-Szene zum Austausch und Networking dabei sein werden.

Das Preisgeld von jeweils 2000 Euro dürfen die drei Gewinnerteams einsetzen, wie es ihnen für das jeweilige Gründungsprojekt am sinnvollsten erscheint. Nach dem Wettbewerb können sich die SPARK-Tutoren Caroline und Philipp vorstellen, weiter mit den Gründer-Teams zusammenzuarbeiten und sie ins lokale Gründungssystem einzubinden. Caroline sagt: "Die Kommunikationswege sind ja schon jetzt sehr gut eingerichtet, sodass die Teams alle verlinkt sind und das Netzwerk nutzen können."

Website: foundersclub-freiburg.de

Foto Unternehmenslust_Kreativpark_WS19(3):
Bei vielen Veranstaltungen des Foundersclubs geht es neben den Inhalten um einen allgemein wichtigen Aspekt im Berufsleben: Networking.
Foto vorstandFoundersclub_PhilippBlattert_YesimDemir_PhilippGeorge:
Neben Philipp Blattert (links) und Yesim Demir (Mitte) steht Philipp George (rechts) im Vorstand der studentischen Initiative für Entrepreneurship Foundersclub.
Foto: Women_in_leadership2_WS19(5):
Women in leadership ist eines der Themen, mit denen sich die Teilnehmenden des Gründerwettbewerbs SPARK