Uni ohne Waffen und Öl

Manuel Fritsch

Anlagen der Universität sollen künftig ökologisch und ethisch sein.

Die Universität Freiburg hat ihren ersten Umweltbericht vorgelegt und ihre Leitlinien für Umwelt und Anlagen aktualisiert. In dem Bericht sind Daten zum CO2-Verbrauch der Uni im Jahr 2018 aufgeführt. Künftig soll jedes Jahr ein solcher Bericht veröffentlicht werden, um die Fortschritte der Uni auf dem Weg zu ihrem selbstgesteckten Ziel anschaulich zu machen: Klimaneutralität bis 2040. Alle drei Jahre soll darüber hinaus ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht werden.


Beim Gesamtenergieverbrauch und bei der Erzeugung von Solarenergie sei die Uni auf einem guten Weg, teilte Kanzler Matthias Schenek mit. Zur Entwicklung des CO2-Ausstoßes, der durch Dienstreisen verursacht wurde, lasse sich dagegen noch nichts sagen, da Vergleichswerte aus den Vorjahren fehlten.

Während in die Umweltleitlinien, die erstmals im Jahr 2007 veröffentlicht wurden, nun der Klimaschutz als wichtiges Ziel aufgenommen wurde, hat die Uni in ihren Anlagerichtlinien festgelegt, dass Unternehmen, die Ausbeutung, Förderung, Transport und Vertrieb von fossilen und nuklearen Energieträgern betreiben, sowie Unternehmen, die Militärwaffen herstellen oder vertreiben, bei den Anlagen der Universität künftig nicht mehr berücksichtigt werden sollen. Die Banken, die das Vermögen der Körperschaften der Universität verwalten, seien angewiesen worden, die entsprechenden Papiere möglichst schnell zu ersetzen. Das Vermögen umfasst unter anderem 34 Treuhandstiftungen.

Die Organisation Fossil Free sieht die Änderung der Anlagerichtlinien auch als Folge von Druck und Gesprächen der Gruppe. Die Universität habe zugesichert, die neuen Fonds einsehen zu können. Solange das noch nicht möglich ist, sei eine abschließende Einschätzung der neuen Anlagen noch nicht möglich, teilte die Gruppe mit. Das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 kritisiert die Gruppe als unzureichend.