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Türchen 21: Diese Weihnachtstraditionen hat die fudder-Redaktion

fudder-Redaktion

Weihnachtscountdown mit fudder: Jeden Tag verbirgt sich hinter unseren Türchen eine gute Geschichte, ein wertvoller Tipp oder eine gehaltvolle News. Heute Türchen 21: Wir verraten euch unsere Traditionen.

Weihnachten bei Selma Leipold

Während es bei vielen Familien Tradition ist, dass alle gemeinsam den Baum schmücken, dürfen bei uns die "Kinder" (das sind meine Schwester und ich und wir sind inzwischen 22 und 24) den Baum bis zum 24. Dezember abends nicht sehen. Der Baum wird deshalb auch erst am 24. geschmückt. Meine Schwester und ich sind den ganzen Tag im Zimmer und schauen Weihnachtsfilme und bekommen das Essen von unseren Eltern hochgebracht, damit wir den Baum nicht sehen. Falls wir runter müssen, werden die Augen verbunden und unsere Eltern helfen uns, uns fortzubewegen. Erst wenn am Abend "das Christkind" mit der Klingel läutet, dürfen wir runter kommen und sehen zum ersten Mal den Baum – geschmückt und leuchtend mit echten Kerzen. Das ist dann immer ein richtig magischer Moment!

Weihnachten bei Maya Schulz

Eine besonders schöne Kindheitserinnerung ist für mich, dass ich am Heiligabend jedes Jahr mit meinen Eltern im Wald spazieren gegangen bin (einmal spektakulärer Weise sogar im Schnee – meistens bei Nieselwetter, wie das in Hamburg so ist). Wir haben uns am späten Nachmittag, wenn es zu dämmern anfing, auf den Weg in den Wald gemacht und hatten jede Menge Vogelfutter dabei, vorwiegend Nüsse und Sonnenblumenkerne, die wir im Wald verteilen wollten, damit die Vögel auch eine Bescherung hatten. Als "Esstische" für die Vögel dienten Baumstümpfe, umgekippte Stämme, Äste und Zweige. Für mich war es ein magisches Gefühl, im Wald zu sein, während es um uns herum immer dunkler und immer weihnachtlicher wurde und es in meiner Vorstellung nur eine Frage der Zeit war, bis wir auf unserem Spaziergang dem Weihnachtsmann höchstpersönlich begegnen würden. Außerdem war der Wald so friedlich und still – nur ab und zu hörte man es geheimnisvoll knacken, das war ein ganz besonders schöner Kontrast zu dem Weihnachtstrubel, der in den nächsten Tagen bevorstand. Auf dem Heimweg läuteten meist schon ringsum die Kirchenglocken und hinter jedem Wohnzimmerfenster, an dem wir vorbeikamen, funkelte ein Tannenbaum. Da stieg meine Aufregung, denn ich wusste, dass der Weihnachtsmann in der Zwischenzeit bei uns zu Hause gewesen war (nachdem er eilig noch die letzten Geschenke verpackt hatte) und dass dort nach einem aufwärmenden Tee auch unsere eigene Bescherung folgen würde.

Weihnachten bei Anika Maldacker

Bei uns ist es Tradition, dass meine Geschwister und ich zusammen den Baum am Nachmittag des 24. schmücken. Während aus der Küche der Duft von Brühe fürs Fondue herüberweht, dekorieren wir den Baum mit den gleichen roten und goldenen Kugeln oder nur noch halben Engeln, die wir aus der Kindheit kennen. Nebenher läuft der öffentlich-rechtlich Sender, auf dem einer der Michel-aus-Lönneberga-Filme gezeigt wird. Ich kann nicht mehr sehen, wie dieses irre Kind mit dem Kopf in einer Suppenschüssel steckt, aber inzwischen gehört es zum Baumschmücken dazu. Und es ist immerhin besser als Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, was meistens parallel und im Anschluss irgendwo läuft.



Weihnachten bei Julia Schwab

An Weihnachten ist es bei uns Tradition, dass wir schon Wochen vorher viele leckere Plätzchen backen und auch immer früh anfangen, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. An Heiligabend essen wir immer gemeinsam, meistens gibt es Raclette und Salat. Früher hat das Christkind nach dem Essen immer mit einer Glocke geklingelt. Dann wussten wir: Jetzt dürfen wir ins gemütlich beleuchtende Wohnzimmer kommen. Dort haben wir dann immer den schön dekorierten Baum und die Geschenke bewundert. Bis heute lassen wir uns bei der Bescherung zeit, wir packen die Geschenke nacheinander aus und genießen den Abend somit umso länger.

Weihnachten bei Gina Kutkat

Bei uns wird am 24. Dezember eher aufwändig gekocht – und zwar traditionell nach dem Rezept meiner verstorbenen Großmutter, das sie kurz vor ihrem Tod noch in ihre Schreibmaschine tippte. Es gibt bei uns jedes Jahr Rinderrouladen und dazu Rotkohl und Kartoffeln. Das Fleisch bestelle ich immer vor, dann holen wir es gemeinsam an Heilig Abend ab und verbinden das Ganze mit einem schönen Spaziergang. Tagsüber schauen wir dann schöne Filme oder hören laut Musik, ein Baum wird bei uns aber nicht geschmückt – es gibt keinen! was aber zu unserer Tradition gehört: Wir telefonieren immer mit dem Rest der Familie, lassen in Gesprächen das Jahr Revue passieren und trinken das ein oder andere Glas Wein.

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