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Türchen 17: Zehn Ideen für ein veganes Weihnachtsmenü

Jana Kohlschütter

Braten, Gans, Würstchen – zum typischen Weihnachtsessen gehört viel Fleisch. Umweltfreundlich ist das nicht, aber an Weihnachten will man sich gönnen. Deswegen haben wir zehn Ideen gesammelt, wie ihr die klassischen Gerichte veganisieren könnt.

Raclette/Käsefondue

Nicht nur zu Weihnachten, auch an Silvester wohl das Gemeinschaftsessen schlechthin! Toll an Raclette ist ja, dass man quasi alles in die Pfännchen schmeißen kann, was einem einfällt. Ein vegetarisches Essen fällt recht leicht. Aber auch der Käse kann ganz schnell durch pflanzliche Alternativen ausgetauscht werden. Im Supermarkt gibt es zahlreiche Marken für veganen Scheiben- oder Streukäse, die auf jeden Fall an das Original herankommen. Achtet beim Kauf am besten darauf, dass ihr eine extra würzige Version nehmt, um das perfekte Geschmackserlebnis zu haben.
Wer es etwas ausgefallener möchte, kann auch selbst eine Käsesoße zubereiten, die in die Pfännchen gegossen werden kann. Hier lautet die Geheimzutat Hefeflocken, die verleihen der Soße einen würzig käsigen Geschmack. Lässt sich so natürlich auch perfekt für ein leckeres veganes Käsefondue nutzen!

Spätzle

Ob zu einem Braten oder zu cremiger Pilzrahmsoße – Spätzle sind für die Feiertage die perfekte Beilage und auch ganz schnell veganisiert. Wir haben ein Rezept, für das ihr nur 15 Minuten und keine ausgefallenen Zutaten benötigt. Einzig und allein eine Spätzlepresse oder ähnliches ist hilfreich. Zu dem Endergebnis lässt sich dann perfekt veganer Streukäse und Zwiebeln oder Rahmsoße aus Soja- oder Hafersahne kombinieren.
Hackbraten

Diese Kombination aus Linsen, Bohnen und Walnüssen ist nicht nur lecker, sondern auch gesund und reich an Protein und Ballaststoffen! Nicht, dass wir da an Weihnachten so viel Wert drauf legen würden, aber gut zu wissen, oder? Außerdem lässt sich dieses Rezept auch schon perfekt ein paar Tage vorher zubereiten oder als Gastgeschenk mitbringen, wenn ihr bei der Familie oder Freunden eingeladen seid, die vielleicht normalerweise auch Fleisch essen würden und offen für etwas Neues sind.

Semmelknödel

Was beim Weihnachtsessen auf keinen Fall fehlen darf, sind unserer Meinung nach die klassischen Semmelknödel. Einfach die perfekte Beilage zu Braten und deftigen Soßen. Und auch hier ist die vegane Variante super schnell und leicht gemacht und schmeckt garantiert genauso gut, wie jene mit Ei und Milch. Das Geheimnis, dass die Knödel im heißen Wasser nicht auseinanderfallen, ist eine Masse aus Sojamehl und Kartoffelstärke. Ja, zugegeben – Sojamehl hat vielleicht nicht gerade jede:r zu Hause, findet man aber eigentlich in jedem größeren Supermarkt oder im Bioladen und lässt sich für sehr viele vegane Rezepte einsetzen.
Braten

Weil ein Braten zu Weihnachten in unseren Reihen meist am liebsten gegessen wird und das beim veganen Festtagsessen wohl immer die größte Herausforderung ist, haben wir noch eine andere sehr leckere Variante: Pilz-Wellington. Und eigentlich ist das Rezept total simpel. Blätterteig gefüllt mit Knoblauch-Pilzen und Zutaten wie Spinat, Reis, Nüssen oder wonach auch immer euch ist. Ihr könnt das Rezept ganz nach eurem Geschmack anpassen und habt so mal eine andere Art von Braten, die aber sicherlich genauso würzig ist und eure Gäste begeistern wird.

Gulasch

Deftig, warm, würzig – ein richtiges Wohlfühlessen für kalte Tage, vor allem in Kombination mit Rotkraut und leckeren Knödeln oder Bandnudeln. Die vegane Variante von Gulasch lässt einen mindestens genauso wohlig fühlen, wahrscheinlich noch etwas mehr, wenn man weiß, dass man die Tiere und Umwelt etwas entlasten kann. Anstelle von Fleisch werden in diesem Rezept Soja-Medaillons verwendet, die ihr im herkömmlichen Supermarkt findet und die mit der richtigen Würzung eine sehr gute Fleischalternative hergeben. Eine andere Möglichkeit wäre Jackfruit, die den Gulasch geschmacklich nochmal in eine ganz andere Richtung bringt. Und natürlich ist auch beim veganen Gulasch das A und O eine gute Portion Rotwein. Auch hier solltet ihr übrigens auf das vegane Label achten, um ein wirklich 10o prozentig pflanzliches Gericht zaubern zu können.

Rouladen

Vegane Rouladen könnt ihr aus verschiedenen Zutaten machen. Am verbreitetsten sind Soja-Big-Steaks, die man allerdings nicht überall bekommt. Schaut dazu am besten im Bioladen eures Vertrauens vorbei. Alternativ lässt sich auch Seitan nutzen, hier gibt es beispielsweise auch von der Marke Veganz eine gute Basis, die ihr nutzen könnt. Kombiniert mit Kidneybohnen bekommt ihr so auch eine super Grundlage für eure Rouladen, die sich ganz leicht ausrollen und füllen lässt. Und dann dürfen für die klassische Version die Gewürzgurken nicht fehlen.

Kartoffelsalat und Würstchen

Natürlich darf auch dieser Klassiker nicht fehlen! Je nachdem zu welcher Kartoffelsalat-Fraktion ihr gehört, müsst ihr mehr oder weniger veganisieren. Für den cremigen Kartoffelsalat mit Mayonnaise nutzt ihr einfach eine entsprechend vegane Alternative, für einen leichten Eier-Geschmack könnt ihr zusätzlich noch das Schwefelsalz Kala Namak hinzufügen. Team Essig-Öl muss sich da natürlich nur um die veganen Würstchen kümmern und hat so ganz schnell das pflanzliche Menü zusammen. Dabei probiert ihr euch am besten durch das Supermarktregal, denn da gibt es auf jeden Fall für jeden Geschmack das Richtige. Je nachdem ob ihr mehr Wert auf Geschmack, Konsistenz oder Aussehen legt, kommen unterschiedliche Marken infrage.
Mousse au Chocolat

Und jetzt noch etwas für den süßen Hunger! Mousse au Chocolat ist ja wohl mit das beste Dessert, vor allem für Weihnachten. Aber auch hier sind im klassischen Rezept wieder Eier und Sahne enthalten, auf die man eigentlich recht leicht verzichten kann. Das Geheimnis lautet hier Aqua Faba. Wem das nichts sagt: keine Angst, ist nicht schwer zu finden. Hierbei handelt es sich tatsächlich um die Flüssigkeit, die sich in den Kichererbsen-Dosen befindet. Klingt zuerst vielleicht etwas abschreckend, aber in Verbindung mit Zartbitterschokolade und etwas Puderzucker habt ihr ganz schnell ein super fluffiges und köstliches Dessert, bei dem man ganz bestimmt nichts mehr von den Kichererbsen schmeckt.
Linzertorte

Backen darf in der Weihnachtszeit natürlich nicht fehlen. Linzertorte ist ein super Mitbringsel für die nächste Weihnachtsfeier oder auch als Dessert für Heiligabend perfekt geeignet. Auf Butter und Eier kann man prima verzichten. Generell gilt beim Backen: Eigentlich lässt sich alles auch ohne tierische Produkte zubereiten. Statt Butter nimmt man Margarine, statt Kuhmilch eine auf Pflanzenbasis und für Eier lassen sich entweder fertige Ei-Ersatzprodukte verwenden oder je nach Rezept erfüllen auch Bananen, Leinsamen oder Apfelmus den gleichen Zweck. Hier kann man kreativ werden. Mehr zum Thema: