Biomarkt

Tierischer Feuerwehreinsatz in Freiburg: Art der Spinne bleibt unklar

Simone Höhl

Ob es sich bei dem Tier, das die Feuerwehr am Donnerstag in einem Biomarkt einfing, um eine Kräuseljagdspinne handelte, bleibt unklar. Fest steht: Um ein gefährliches Exemplar handelt es sich nicht.

"Das war nicht ganz eindeutig festzustellen", sagt Tanja Burkhart am Tag nach dem Einsatz der Feuerwehr. Die hatte die Spinne zur Juniorchefin der Zoohandlung in Haslach gebracht, um sie bestimmen zu lassen.


Doch für eine Kräuseljagdspinnen war das Exemplar, das in einem Netz in einer Box saß, zu wenig behaart und die Zeichnung war zu verwaschen. Für eine Hauswinkelspinne war es wiederum zu hell, erklärt Tanja Burkhart. Beide Arten zählen Laien mit der Kreuzspinne zu den Giftspinnen. "Aber jede Spinne hat Gift, um Futtertiere zu lähmen." Nur ist es für Menschen nicht immer relevant oder die Bisse dringen nicht durch die Haut.

Grundsätzlich gilt: Große Spinnen jagen große Tiere und haben kräftigeres Fangwerkzeug und Gift. "Für ein zähes Schnitzel brauchen Sie auch ein anderes Messer als für ein zartes Putensteak", erklärt die Fachfrau. Als Allergiker sollte man aufpassen, es kann zu einer Reaktion wie bei einem Wespenstich kommen. Wobei Spinnen Menschen nicht angreifen, aber wenn man sie einfängt, können sie in Panik zupacken. Das erlebte BZ-Leser Harald Sauerbeck, als er ein dickes Tier mit der Hand ins Freie beförderte. Er bekam eine Schwellung – "was ich so noch nicht erlebte". Auch andere Leser entdeckten mit dem Herbst unbekannte Mitbewohner. Die Kräuseljagdspinne zog von Süden zu, ist inzwischen aber bei uns Hause.

Zwar konnte Tanja Burkhart die Spinne nicht zweifelsfrei zuordnen, aber sicher sagen: Sie ist kein gefährlicher Exot. Sie wurde an ein artgerechtes Plätzchen gebracht. Wer Spinnen kontaktlos vor die Tür setzen will, dem rät sie zu Snappy, einem Gerät mit Haube und Schieber, Sauerbeck zu Handschuhen.