Erster Gig

Thomas Grigat vom Räng Teng Teng: "Das erste Konzert ist ein Test für den weiteren Betrieb"

Gina Kutkat

Am Donnerstag gibt’s nach sechs Monaten Schließung das erste Konzert im Räng Teng Teng. Wie die letzten Monate für den Kellerclub waren und welche Vorkehrungen für den Auftritt von Moddi geplant sind, erklärt Thomas Grigat vom Räng.

Am Donnerstag gibt’s das erste Konzert im Räng seit Beginn der Corona-Pandemie. Wie sahen die letzten Monate für euch aus?

Thomas Grigat: Das Räng war seit dem 15. März – abgesehen von drei Livestreams – komplett geschlossen. Seit dem 1. Juli hätten wir unter Einhaltung der Hygienevorschriften eigentlich wieder öffnen können, aber da so viele Gastronomien mit mehr Außenfläche punkten konnten, haben wir in der warmen Jahreszeit keinen Sinn darin gesehen. Wir hatten Glück insofern, dass die Hausverwaltung die Miete deutlich reduziert hat, denn sonst gäbe es das Räng jetzt schon nicht mehr. Nur dadurch, dass wir auch alle sonstigen laufenden Kosten (badenova, Gema, Berufsgenossenschaft, usw.) reduziert oder auf null gefahren haben, war die Schließung finanziell zu stemmen.
Was: Moddi (Singer/Songwriter)

Wann: Donnerstag, 1. Oktober, 20 Uhr

Wo: The Great Räng Teng Teng

Eintritt: 18 Euro, Abendkasse 22 Euro

Es wird am Donnerstag beim Konzert mit Moddi deutliche Einschränkungen geben, welche sind das?

Dieses Konzert ist durchaus eine Art Testballon für den weiteren Betrieb. Zuallererst ist die Publikumszahl deutlich reduziert, das Konzert wird bestuhlt sein und der Publikumsbereich in drei Sektoren unterteilt. Unsere Lüftungsanlage war zwar noch nie preisverdächtig, aber wenigstens saugt sie die Abluft im Zuschauerbereich direkt nach oben ab, so dass Aerosole nicht unnötig weit verteilt werden. Und bei 40 Besucherinnen und Besuchern kann sie noch locker mithalten.
"Sitzdisco bleibt für's Erste das Höchste der Gefühle und auch die Publikumszahl wird weiterhin sehr begrenzt sein."

Wenn der Test funktioniert, plant ihr dann, im Herbst und Winter weitere Gigs zu veranstalten?

Ab dem 16. Oktober wollen wir zunächst am Wochenende wieder regulär öffnen. Natürlich ohne Tanzveranstaltungen, Sitzdisco bleibt für's Erste das Höchste der Gefühle und auch die Publikumszahl wird weiterhin sehr begrenzt sein. Aber ein kleines bißchen vom Räng-Spirit wird auch durch Plexiglasscheiben hindurch überleben. Konzerte werden diesen Herbst und Winter nur unter den Bedingungen wie an diesem Donnerstag möglich sein. Für die meisten überregionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstler macht das natürlich finanziell keinen Sinn, weswegen es viele Absagen gegeben hat. Moddi hat sich bereit erklärt auf einen Großteil seiner Gage zu verzichten nur so wurde dieses Minikonzert möglich.


Donnerstag, 1. Oktober, 20 Uhr, Moddi

Zu Gast ist der norwegische Singer/Songwriter Moddi, der mittlerweile auch international ein gewisses Renommee genießt und bei seinem ersten Auftritt in Freiburg vor sechs Jahren bereits rund 100 Besucher begrüßen durfte. Pal Moddi Knudsen - wie Moddi mit bürgerlichem Namen heißt - ist Sänger, Aktivist und Geschichtenerzähler in der Tradition von Bob Dylan, Pete Seeger oder Joan Baez und zugleich ein Vorreiter der neuen politischen Folksänger. Nicht umsonst trägt sein aktuelles Album den Titel "Like in 1968", dem "most historical year in history", wie er selbst sagt. So ist das Album eine Hommage an Aktivisten, Straßendemonstranten und diejenigen, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen.

Mehr zum Thema: