Covid-19

Thermo Fisher bestätigt drei Corona-Fälle im Freiburger Unternehmen

Manuel Fritsch & Joachim Röderer

Die Firma Thermo Fisher bestätigt: Bei den drei mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg handelt es sich um Angestellte der Firma.

Nachdem Gesundheitsamt und Uniklinik am Donnerstagabend bestätigt haben, dass in Freiburg drei Personen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden sind, teilt nun die Biotechfirma Thermo Fisher Scientific mit, dass es sich bei den dreien um ihre Mitarbeiter handelt.


"Drei Angestellte unserer Freiburger Niederlassung und ein Angestellter aus der Niederlassung in Schweden wurden positiv auf das Coronavirus getestet", sagt Unternehmenssprecherin Vicky Voulgaraki. Die Firma geht davon aus, dass die vier Mitarbeiter in Kontakt mit jemandem standen, der in ein Risikogebiet innerhalb Europas gereist war.

Niederlassung bleibt die Woche geschlossen

Das US-Unternehmen mit Sitz in Massachusetts kündigt an ihre Niederlassungen auf der Freiburger Haid und in Uppsala bis zum Ende der Woche zu schließen und entsprechend der Richtlinien der Weltgesundheitsinformation zu behandeln. Nach BZ-Informationen wird die Freiburger Niederlassung desinfiziert, am Montag soll dort wieder gearbeitet werden.

Laut Mitteilung des Landesgesundheitsamtes haben die Mitarbeiter des US-Unternehmens zwischen dem 19. und dem 21. Februar an einem Geschäftstreffen in München teilgenommen. Laut Mitteilung der Freiburger Uniklinik sind die drei Patienten derzeit isoliert und werden an der Uniklinik behandelt. Sie hätten leichte grippale Symptome und seien nicht in kritischem Zustand.

Rund 25 Menschen unter Quarantäne

Die Familienangehörigen der drei betroffenen Thermo-Fisher-Mitarbeiter haben sich nach Mitteilung des Gesundheitsamts von sich aus und in gegenseitigem Einverständnis in "häusliche Absonderung" begeben. Es soll sich insgesamt um rund 25 Personen handeln. Sie werden dort betreut und würden regelmäßig eine Fiebertabelle ausfüllen. Bislang würde noch niemand aus dem persönlichen Umfeld der Betroffenen Krankheitssymptome zeigen, berichtet Matthias Fetterer, Pressesprecher des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald. Es gebe keine Hinweise darauf, dass einer der drei Fisher-Angestellten nach der Ansteckung in München in Freiburg oder dem Umland an den Fasnetstagen eine Saalveranstaltung besucht hat.

Die Firma Thermo Fisher Scientific beschäftigt am Standort Haid im Freiburger Westen an der Jechtinger Straße rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist in Massachusetts, weitere Niederlassungen gibt es in Schweden. Dort war am Donnerstag auch die Dependance in Uppsala geschlossen worden, weil eine Mitarbeiterin von dort offenbar auch an dem Workshop in München teilgenommen hatte.

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