Ernährung

Teil 1: Wir starten mit dem "Veganuary"

Jana Kohlschütter & Emma Tries

Unsere fudder-Autorinnen Emma und Jana sind dieses Jahr Teil der Bewegung "Veganuary". Im Januar ernähren sie sich ausschließlich pflanzlich und verzichten auf tierische Produkte. Dabei nehmen sie uns in den kommenden Wochen mit.

Zum Auftakt stellen die beiden Autorinnen sich und ihre Motivation zum "Veganuary" vor – und berichten vom Start.

Jana Kohlschütter: "Habe das Gefühl, dass es auch meiner Gesundheit gut tut"

"Ich bin 24 Jahre alt und arbeite als Social Media Managerin. Seit ungefähr drei Jahren ernähre ich mich vegetarisch, verzichte zum Wohl der Tiere und unserer Umwelt auf Fleisch und Fisch. Eine komplett vegane Ernährung habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Auch wenn ich weiß, wie gut das wäre, war es bisher meist die Bequemlichkeit die mich gestoppt hat. In meine Ernährung habe ich allerdings schon einige vegane Produkte integriert, sodass das kein Neuland für mich ist. Ich trinke beispielsweise seit einigen Jahren auch keine Kuhmilch mehr, nutze Hafer- oder Sojasahne zum kochen und esse nur veganen Frischkäse auf mein Brot. Dennoch esse ich gerne ab und an Käse, vor allem auf Pizza oder Aufläufen. Ich frühstücke auch gerne mal ein Rührei oder backe Kuchen mit Eiern. Den Veganuary möchte ich mitmachen, weil ich das Gefühl habe, dass es auch meiner Gesundheit besser gut tut, wenn ich auf tierische Produkte verzichte und ich mich gerne noch mehr mit der veganen Ernährung auseinandersetzen möchte."

Emma Tries: "So viele meiner Lieblingssnacks basieren auf Milch"

"Ich bin 21 Jahre alt und studiere Politikwissenschaft in Freiburg, derzeit befinde ich mich aber im Auslandssemester in Bergen, Norwegen. Ich bin seit 2014 Vegetarierin, zunächst nur wegen des Tierwohls, mittlerweile auch wegen der Vorteile für die Umwelt. Im letzten halben Jahr in Norwegen habe ich allerdings wieder angefangen ab und zu Fisch zu essen. Wenn ich zuhause koche, koche ich häufig vegan, habe meist nur Hafermilch im Kühlschrank und kaufe kaum Eier oder Butter. Allerdings ist es mir immer schwer gefallen, meine Ernährung komplett auf vegan umzustellen und das vor allem weil ich bestimmte Sachen wie Frischkäse oder Pizza so liebe wie sie sind und weil es mir beim Auswärts-Essen noch sehr schwer fällt darauf zu achten, pflanzliche Alternativen auszusuchen. Und mein Endgegner: Süßigkeiten. So viele meiner Lieblingssnacks basieren auf Milch und Vollmilchschokolade. Um endlich mal einen Anreiz zu haben Alternativen für diese Sachen zu finden (oder sie vielleicht ganz wegzulassen), freu ich mich beim Veganuary mitzumachen und bin vor allem darauf gespannt, wie gut das Ganze unterwegs und im Ausland funktionieren wird.

4. Januar

Emma berichtet über den Start ihres veganen Januars.

Die ersten vier Tage des Veganuary sind geschafft. Am 1. Januar, dem offiziellen Katertag der Nation, gab es einen Seitan-Döner von Amara – super lecker und natürlich vegan. Leider im Gegensatz zu dem Dessert, dass ich nach Mitternacht gegessen habe. Und damit habe ich es schon wenige Stunden nach Beginn der Challenge verbockt. Immer wieder habe ich mich in den letzten 48 Stunden dabei erwischt, wie ich ganz einfach vergesse, dass ich mich ja jetzt vegan ernähre. Allerdings ist es mir bisher nicht nochmal passiert, dass ich etwas nicht-veganes gegessen habe. Das ist meiner Meinung nach auch das Schwierige bei (den Anfängen) der veganen Ernährung: Im Gegensatz zu Fleisch und Fisch, sieht man Milchprodukte und Eier nicht immer durch bloßes Angucken und muss sehr viel genauer die Zutatenliste scannen.


Am Sonntag war ich bei einer Freundin zum Kaffee trinken, die mir Tiramisu angeboten hat. Ich musste leider ablehnen, habe aber mir aber in weiser Voraussicht eine Zartbitterschokolade mitgebracht, die ein guter Ersatz war. Eine Freundin von mir, die sich schon länger vegan ernährt, hat mir den Tipp gegeben, immer etwas eigenes mitzubringen, wenn man sich nicht sicher ist, dass etwas Veganes da ist (und nett ist es auch).

Ansonsten habe ich einen veganen Feta und veganen Frischkäse entdeckt, die mir sehr gut schmecken und freue mich darauf ein paar vegane Speisen in Freiburg auszuprobieren, bevor ich wieder zurück nach Norwegen gehe.

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