Club der Freunde

Flucht und Diskriminierung

Südbadisches Zeitzeuginnen-Projekt macht Geschichten von Migrantinnen sichtbar

Wie lebten und leben Migrantinnen? Weil die Perspektive von Frauen mit Einwanderungserfahrung selten beleuchtet wird, sammelt ein Zeitzeugen-Archiv aus Südbaden Biografien von Migrantinnen.

"Sie sprechen aber gut Deutsch." Dieses Kompliment bekommt die gebürtige Vietnamesin Minhe N. häufig zu hören. Doch für sie ist es eher ein Stereotyp als ein Kompliment. Minhe N. kam im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. Heute ist sie 35 Jahre alt, arbeitet als Ingenieurin und die einst fremde Sprache ist für sie längst keine Hürde mehr. Aussehen und Name können das aber sehr wohl sein. Wenn sich Minhe N. für eine Wohnung bewirbt, wird sie meist nicht einmal zur Besichtigung eingeladen, berichtet sie.
Solche Erfahrungen machen Millionen Migrantinnen und Migranten täglich in Deutschland. Die einen mehr, andere weniger und manche nie. Das liegt daran, dass der Begriff ziemlich weit gefasst ist. Die Definition des Bundesamtes für Statistik besagt, dass die betreffende Person oder mindestens ein Elternteil nicht in Deutschland geboren ist. Das ist eine sehr große, heterogene Gruppe. In Zahlen: 2019 waren es 21,2 Millionen Menschen oder 26 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Die Perspektive von Migrantinnen bleibt meist unsichtbar
Minhe N. ist eine ...

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