Corona-Krise

Stillstand im Fußball: Amateur-Betrieb ruht ab sofort, Bundesliga zieht nach

dpa & BZ-Redaktion

Vom Kreisliga-Kick bis zum Champions-League-Klassiker: Der Fußball geht in Corona-Pause. Auch in Südbaden wird am Wochenende nicht mehr gespielt. Die Bundesliga hinkt hinterher.

Ob in Schwarzwaldhöhen, am Hochrhein oder in der Ortenau: Es geht nichts mehr. Wie der südbadische Fußballverband (SBFV) mitteilt, haben sich die Landesverbände am Freitagvormittag darauf verständigt, den Spielbetrieb bundesweit vorerst ruhen zu lassen. Auch die Regionalliga Südwest pausiert – und damit auch der SC Freiburg II und der Bahlinger SC. Ebenso der Jugendbereich inklusive der Juniorenmannschaften des SC Freiburg bis hoch zum U-19-Bundesliga-Team.


Die Corona-Pause betrifft aber auch die höchsten Spielklassen. Die Uefa hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das wurde am Freitag

Die Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie dagegen erst vom kommendem Dienstag an bis zum 2. April unterbrochen werden. Diesen Vorschlag des Präsidiums will die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Montag den Proficlubs unterbreiten. "Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen - aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte", hieß es von der DFL dazu. Der 26. Spieltag soll noch planmäßig und ohne Zuschauer so weit wie möglich stattfinden.

Am Donnerstagabend hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus zu drastischen Einschnitten aufgefordert und damit indirekt auch die Fußball-Verantwortlichen noch stärker in die Pflicht genommen. Wo immer möglich sollten die Menschen auf Sozialkontakte verzichten, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Auch "alle nicht notwendigen" Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollten abgesagt werden.
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Der bevorstehende 26. Spieltag an diesem Wochenende soll unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden, bevor eine gut zweiwöchige Pause geplant ist. Doch auch mit Geisterspielen kann die Saison nicht nahtlos fortgeführt werden, wie die DFL am Freitag einräumte.

Am Mittwoch hatte es den ersten Corona-Fall eines Profispielers in Deutschland gegeben: Timo Hübers von Zweitligist Hannover 96 wurde positiv auf das Covid-19-Virus getestet. Nachdem am Donnerstag in Teamkollege Jannes Horn ein zweiter Fall dazu kam, befindet sich das Team der Niedersachsen nun geschlossen in Quarantäne. Die Partie zwischen Hannover und Dresden soll deshalb als einzige an diesem Wochenende abgesetzt werden.

Die Liga hat für kommenden Montag eine Mitgliederversammlung in Frankfurt anberaumt, um das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise abzustimmen. Der Druck auf die Clubs und die DFL dürfte aber weiter wachsen, dass schon an diesem Wochenende nicht mehr gespielt wird.