So war das Postkartenfestival in Basel

Savera Kang

Am vergangenen Samstag fand in Basel das Postkartenfestival statt: Ein Festival der Bilder auf 10,5 mal 14,8 Zentimetern. Von der klassischen Glückwunschkarte über ausgefallene Bastelarbeiten bis hin zum "objet trouvé" gab es viel zu sehen. fudder-Autorin Savera Kang hat euch einige Eindrücke mitgebracht:



Um die achthundert Karten müssen es sein, die am ersten Novemberwochenende den Salon sowie die beiden Séparées im 1. Stock des Unternehmen Mitte füllen. Bereits kurz nach der Türöffnung sind die Räume voll mit Menschen, die kleine Kunstwerke schätzen. Sie lachen, bestaunen und fachsimpeln: Hier und da schnappt man Gesprächsfetzen auf, die im selben Wortlaut auch die Vernissage in einer angesehenen Galerie akustisch untermalen könnten.

Mafalda Trueb, eine der Organisatorinnen, erklärt dann auch: "Es ist ein Bilderfestival. Im Kleinformat. Es muss in die Postkartenhalter reinpassen." Das war's allerdings auch schon mit den Kriterien: "Es gibt keine Selektion."

So kommt es wohl, dass die Zusammenstellung mitunter etwas beliebig wirkt: Hier eine naive Kritzelei, da eine dadaistische Collage und nebendran Naturfotografie auf 10,5 mal 14,8 Zentimetern. Auch zugeschnittene Pappdeckel und vakuumverpackte Scheiben vom Schwarzwälder Schinken finden ihren Platz im Postkartengestell. Was soll das alles? Eine Antwort darauf hätte man sich gewünscht. Doch da ist nichts - es gibt keine Infotafeln.

Trueb, selbst freischaffenden Künstlerin und Zeichenlehrerin, hätte sich mehr Gezeichnetes gewünscht und weist auf den Überschuss an Bastelarbeiten hin. "Es wird vieles gekauft - da staune ich jedes Mal, dass das wegkommt."

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Foto-Galerie: Savera Kang

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