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So überstehst Du Matheklausuren in jedem Studienfach

Andreas Woitzik

Die Klausurenphase rückt näher – und für manche auch eine Matheklausur. Sei es Ökonometrie für die Volkswirte, Statistik für Psychologinnen oder Mathematik für Naturwissenschaftlerinnen. Mathe ist in vielen Studienfächern drin. fudder hat Tipps für die Matheklausur.



1. Kenne Deinen Gegner

Es lohnt sich, sich frühzeitig ein Bild von möglichen Klausuraufgaben zu machen. Dazu eignen sich Altklausuren, die Eure Fachschaften sammeln, am besten. Überfliegt die Aufgaben der Altklausuren, damit Ihr bei der Vorbereitung das richtige Ziel vor Augen habt.

2. Gehe Deine Wissenslücken an

Mathematik ist eine hierarchische Wissenschaft. Das Wissen baut stark aufeinander auf. Wer sich mit dem Bruchrechnen schwer tut, bekommt automatisch Probleme beim Umformen von Gleichungen. Insbesondere, wenn Ihr Lücken aus der Schule oder den vergangenen Semestern habt, wird also viel Arbeit auf Euch zukommen. Geht speziell diese Lücken an und übt Grundlegendes (wie Kopfrechnen oder Bruchrechnen). Dazu gibt es viele gute Materialien im Netz, wie zum Beispiel das Kosmic Programm der Mathematischen Fakultät: kosmic.uni-freiburg.de).

3. Hab keine Angst

Mathe ist ein Arschloch! Stimmt eigentlich nicht, wird aber manchmal so wahrgenommen, weil Mathematik nicht funktioniert, wenn man Angst hat. Die mathematischen Fragestellungen sind meist komplex. Oft weiß man nicht genau, was zu tun ist. Es frustriert, wenn man vor einem weißen Blatt sitzt und nichts passiert. Diese kreativen Aufgaben benötigen (im Gegensatz zu algorithmischen Aufgaben, wie dem Spülmaschine-Ausräumen) einen freien Kopf. Hat man hingegen einmal eine Phobie aufgebaut, ist es schwierig sie wieder loszuwerden. Dann hilft es in Gruppen zu lernen oder Nachhilfe zu nehmen. So erzielt Ihr mehr Erfolgserlebnisse, die das eigene Matheselbstwertgefühl wiederaufbauen.

4. Auswendig lernen hilft

Auch Mathematik benötigt stupides Auswendiglernen. So logisch und strukturiert die Mathematik ist, manche Definitionen muss man sich einfach merken (zum Beispiel, wie man das Polynom x^n ableitet). Es kann helfen, Dinge, die man nicht versteht, zunächst einmal auswendig zu lernen. Arbeitet im Anschluss am Verständnis. Das fällt dann oft leichter. Vergesst aber nicht, danach daran zu arbeiten.

5. Schweres in der Gruppe, Leichtes allein

Lernt Schweres in der Gruppe und Leichtes alleine. Definitionen auswendig lernen ist etwas, das Ihr gut zu Hause alleine am Schreibtisch machen könnt – oder mit Karteikarten abends im Bett. Dabei stößt man immer wieder auf Fragen, die man nicht so leicht beantworten kann. Über genau die gleichen Fragen stolpern auch Eure Kommilitonen. Es lohnt sich, sich zusammen zu tun, um sie zu lösen.

6. Lerne den Stoff zu erklären

Wer den Stoff erklären kann, hat ihn verstanden. Ihr seid fit für die Klausur, sobald Ihr Euren Freundinnen und Freunden den Stoff und Eure Lösungsstrategien für die Aufgaben erklären könnt. Gegenseitiges Erklären ist die beste Strategie, um Wissenslücken aufzudecken. Arbeitet im Anschluss alleine oder in Gruppen daran.

7. Lerne langfristig

Mathematik braucht Zeit und Konzentration. Also Handy weg beim Lernen. Falls Ihr Bulimie-Lerner seid, müsst Ihr zum Wiederkäuer werden. Es ist durchaus von Vorteil, lange Lernsessionen zu machen. Lasst das Gelernte dann aber auch mal wieder für ein paar Tage ruhen. Das Gehirn verarbeitet das im Schlaf für Euch weiter.