Europa-Park

So soll ein Teil der Rulantica-Erweiterung aussehen

Lena Marie Jörger & Ulrike Derndinger

Ende November 2019 ist die Wasserwelt Rulantica des Europa-Parks eingeweiht worden. Nun wird der Außenbereich erweitert. Wann die Wasserwelt öffnen kann, ist derweil noch unklar.

Zwei neue Themenbereiche sollen draußen entstehen: Snorri Strand für die Jüngeren und Svalgurok für alle anderen. "Es wird viele Rutschen, aber auch interaktive Spielelemente geben", sagt Rulantica-Direktor Michael Kreft von Byern im Gespräch mit der Badischen Zeitung. Viel mehr verrät er noch nicht ("Wir möchten den Spannungsbogen halten") - nur so viel: Zu den neuen Attraktionen gehören auch eine Trichter- und eine Wellenrutsche sowie ein Tipping Bucket – ein großer Eimer, der sich mit Wasser füllt und ab einer bestimmten Füllmenge umkippt – sowie ein großer Schlangenkopf, der sich bewegen kann. "Was Snorri Stand betrifft, sind wir noch in der letzten Phase der Ausführungsplanung." Rund um die beiden neuen Bereiche sollen Liegeflächen entstehen. "Und wir wollen Schritt für Schritt gastronomische Angebote schaffen", so der Rulantica-Direktor.


Drinnen entsteht ein Ruhebereich

Die Arbeiten an der Anlage ruhten in den vergangenen Wochen coronabedingt. Nun gehen sie weiter. Die Eröffnung der neuen Bereiche ist für Sommer 2021 geplant. Aktuell laufen außerdem Arbeiten für eine weitere Neuerung: Ein Ruhebereich im Inneren der bestehenden Halle samt Zugang zu einer Dachterrasse. "Nach den ersten Betriebserfahrungen haben wir gesehen, dass das der Wunsch einiger Gäste ist", erklärt Kreft von Byern.

Der Ruhebereich mit Liegen zum Reservieren soll über dem Restaurant Lumålunda entstehen und auch eine gastronomische Versorgung beinhalten. Die Eröffnung dieses Bereichs ist für Herbst 2020 geplant, "vorbehaltlich, dass wir auch alle Dinge bekommen, die wir für die Ausstattung benötigen", erklärt Kreft von Byern. "Die eine oder andere Lieferkette funktioniert nämlich aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr so reibungslos."

Die Kosten für alle Erweiterungsmaßnahmen liegen laut Kreft von Byern "im niedrigen zweistelligen Millionenbereich". Wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden, lasse sich noch nicht verlässlich abschätzen. "Wir gehen aber davon aus, dass es deutlich mehr als zehn werden", sagt er. Derzeit hat Rulantica insgesamt 300 Mitarbeiter. Weiteren Erweiterungsspielraum hat Rulantica noch. "Derzeit nutzen wir etwa ein Drittel der zur Verfügung stehenden Fläche", so Kreft von Byern.

Öffnungstermin noch offen

Was die Öffnung der Wasserwelt betrifft, hofft er auf ein Signal der Landesregierung. In Baden-Württemberg dürfen Schwimm- und Freibäder zum 2. Juni öffnen, allerdings nur für Schwimmkurse. Für alle anderen Bäder ist eine Öffnung derzeit nicht absehbar. "Wir wünschen uns, dass die Regierung bald einen Terminplan vorlegt, der über die bisherige Aussage ’zu einem späteren Zeitpunkt’ hinausgeht", so Kreft von Byern.
Infektionsrisiko im Wasser

Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Schwimmbad ist laut Umweltbundesamt mit anderen Orten im öffentlichen Raum vergleichbar. Schwimm- und Badebeckenwasser in normgerecht gebauten Bädern wird in Deutschland aufbereitet und desinfiziert. Daher kann davon ausgegangen werden, dass das Schwimm- und Badebeckenwasser gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt ist. Es ist jedoch auf strikte Einhaltung der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zu achten.

Er sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko für Badbesucher, sofern bestimmte Regeln, zum Beispiel zu Hygiene und Abstand, eingehalten werden. "Wir haben entsprechende Konzepte, die wir auch mit Experten aus dem medizinischen Bereich und dem Bäderbereich sowie mit den zuständigen Behörden abstimmen", sagt er.

Die Besucherzahl könne durch das bestehende Online-Ticketing gesteuert werden, im Eingangsbereich und an der Kasse soll eine Maskenpflicht gelten. "Den größten Einfluss hat wie in vielen Bereichen der Gast selber, der mit seinem Verhalten eine Schlüsselrolle einnimmt. Das ist nicht anders als derzeit beispielsweise beim Einkaufen", so Kreft von Byern. In den Becken müssten auch die Badeaufsichten auf die Einhaltungen der Regeln achten. Bei den Liegen und in den Umkleiden müsste auf entsprechenden Abstand geachtet werden, bei den Rutschen lasse sich das gut steuern. Auch die neue App, der "Distance Radar", die der Europa-Park derzeit entwickelt soll in der Wasserwelt zum Einsatz kommen. Mehr dazu war am Mittwoch noch nicht zu erfahren.