FAQ

So soll der Freiburger Badbesuch in Zukunft funktionieren

Simone Höhl

Wenn Strandbad, Keidelbad und Freibad St. Georgen im Juli wieder öffnen, dann werden sie das im Corona-Modus tun. Es gelten zahlreiche Einschränkungen, Plantschen und Toben sind gestrichen.

Wann öffnen die Bäder?
Das Strandbad und das Eugen-Keidel-Bad machen am 1. Juli auf, das St. Georgener Freibad am 20. Juli. Das haben Stadtverwaltung und Regio Bäder GmbH am Mittwoch angekündigt. Familien und Schwimmer können die beiden Freibäder täglich jeweils zwei Stunden besuchen, und zwar zwischen 8 und 20 Uhr. Schwimmvereine dürfen vorher und nachher (von 6 bis 7.30 Uhr und von 20.30 bis 21.30 Uhr) nach einzelner Vereinbarung trainieren. Zwischen den Trainings- und Besucherblöcken gehören die Freibäder dem Putz- und Desinfektionstrupp.


Wie komme ich hinein?
Weil die Zahl der Badegäste stark begrenzt wird – in den Freibädern auf 30 Prozent des Normalen, in der Therme auf 40 Prozent – und sich keine dichten Schlangen bilden sollen, müssen alle vorher online buchen. Das wird über die Internetseiten der Bäder laufen. "Wer zuerst kommt, hat den Eintritt", erklärt Oliver Heintz von der Regio Bäder GmbH. Die Buchung soll immer erst drei Tage vorher möglich sein, um Hamstern zu verhindern, so Heintz. Beim Buchen werden die Adressen für die Rückverfolgung einer möglichen Infektionskette erfasst. Die Bezahlung soll online und im Bad möglich sein. Ticketkäufer bekommen einen QR-Code, den sie auf Handy oder Ausdruck vorzeigen können. Wenn nicht alle Plätze eines Zeitfensters reserviert sind, soll man auch spontan ins Bad können. Saisonkarten wird es nicht geben.

Was kostet’s?
Die Freibadkarte kostet den normalen Preis von 4,50 Euro, obwohl sie nur zwei Stunden gilt. Die Öffnung der Bäder verursacht der städtischen Betreibergesellschaft Mehrkosten für Umbau, Putzmittel und zusätzliches Personal. Auch im Keidelbad gibt es keinen Sonderpreis.

Brauche ich einen Mundschutz?
Beim Schwimmen und am Platz nicht. Aber wenn man sich durchs Bad bewegt, in die Umkleiden, Duschen oder zur Toilette geht, dann schon. Zudem gilt immer: Mindestabstand wahren.

Wie läuft es in den Freibädern?
"Im Strandbad wird es Corona-bedingt leider kein Plantschen und Toben geben", teilt die Bäder GmbH mit. Das Freizeitbad werde zum reinen Schwimmbad. Bei den Becken werden Bänke, Tischtennis, Liege- und Sportbereiche reduziert oder gesperrt. Rutschen darf immer nur ein Kind. Nur wenige Familien können den Kinderbereich eingeschränkt nutzen. Duschen und Sammelumkleiden stehen begrenzt zur Verfügung, geduscht wird am Becken. Einzelumkleiden werden nach jedem Nutzer desinfiziert, ebenso die Toilette: Schlüssel gibt es beim Servicepersonal. In St. Georgen gelten die gleichen Regeln für Sicherheit, Hygiene und Attraktionen.



Und wie im Keidelbad?
Geöffnet ist Sonntag bis Donnerstag von 9 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag bis 22 Uhr. Normale Gäste haben Samstag, Sonntag und unter der Woche nachmittags Zutritt. Die Vormittage sind reserviert für Therapie, Jahres- und Clubkartenbesitzer. Wer 1,5 Meter Abstand hält, kann Strömungskanal, Whirlpool, Massagedüsen, Infrarotkabinen, Sitzbänke und Liegeflächen nutzen. Die Sauna bleibt zu.

Und sonst?
Die Badeseen sind weiter zugänglich. Das Bad der Freiburger Turnerschaft ist zwar geöffnet, aber nur für die Schwimmer unter den FT-Mitgliedern: Alle anderen haben zu Corona-Zeiten keinen Zutritt.