Corona-Sommer

So holst Du dir 2020 das Festival-Feeling nach Hause

Gina Kutkat & Anika Maldacker

Jetzt wäre die beste Zeit des Sommers, wenn Corona nicht wäre. Da unsere liebsten Festivals alle nicht stattfinden, haben wir Tipps, wie Du dir das Gefühl nach Hause holen kannst.

Zelt aufbauen im Garten

Es gibt zwar dieses Jahr kein Zelt-Musik-Festival, aber ein Zelt aufbauen kannst Du trotzdem – vorausgesetzt, Du hast einen Garten. Dann noch laut Fettes Brot aufdrehen, ab geht die Party.

Das schönste Festival Outfit

Mindestens so wichtig wie die Musik ist manchen ja ihr Outfit – besonders extravagante Exemplare werden jedes Jahr auf der Sea You gesichtet. Wenn du die Tunisee-Party so sehr vermisst: Schmeiße dich in dein heißestes Outfit und tanze vorm Spiegel zu Elektro.

A wie Anreise

Zu einem richtigen Festival-Wochenende gehört eine chaotische Anreise. Pack dir einen vollen Rucksack (Bierchen nicht vergessen), schnapp dir einen Freund und auf geht’s mit Bus und Bahn Richtung Neuhausen Ob Eck. Während du deinen schweren Rucksack durch zig Regionalzüge schleppst, wird bei dir sicherlich Festival-Stimmung aufkommen. Dort erwartet euch zwar dieses Jahr kein Southside-Festival, aber vielleicht kann man wandern?

Fast(ival) Food

Na, schon verdrängt? Auf Festivals gibt es meist riesige Schlangen vor den Essensständen und dann auch nicht immer die geilsten Speisen. Um dieses kulinarische Erlebnis zu Hause zu haben, bestell’ dir einen Abend lang die schlecht bewertesten Gerichte deines lokalen Lieferdienstes. N’Guten!

Duschen? Einfach mal lassen

Wisst ihr noch, wie wir drei Tage lang mit Babywaschtüchern auskamen? Und dann das Gefühl der ersten Dusche? Drei Tage nicht waschen, geht auch in den eigenen vier Wänden, übrigens.

Das Must-Have: Ein Campingstuhl

Seit Jahren verschafft der Anglerstuhl mit Getränkehalter (15 Euro im Baumarkt) Festivalcampern das Gefühl, König des Camps zu sein. Hol’ dir einen für Zuhause!

Flip-Flops

Vielleicht sind die einfachen Gummi-Schuhe etwas aus der Mode gekommen, aber wenn du das schmatzende Geräusch erst einmal hörst, was beim Laufen entsteht, dann wirst du gerne an den unbeschwerten Gang vom Zelt zur Bühne denken – und in Erinnerungen schwelgen.

Dosenbier

Während du in Gedanken leicht zu einer imaginären Bühne in deinen Flip-Flops flanierst (eventuell geschieht das über matschigen Boden, denn wir wissen ja, dass der Traum vom sonnigen Festival selten existiert – es regnet früher oder später immer einmal), hältst du natürlich ein Dosenbier in der Hand. Umwelttechnisch ist das vielleicht nicht zu rechtfertigen, aber wenn wir nostalgisch zurück an die Dirty-2010er denken – dann vielleicht schon.

Ohropax

Wer sie vergisst, hasst sich dafür: Ohropax. Manche brauchen sie gar nicht, weil sie immer und überall schlafen können oder weil sie gar nicht dran denken, Letzteres zu tun. Egal, es ist immer gut, eine Packung dabei zu haben, und wer sich in den Festival-Modus katapultieren will, kann laut Indie-Rock laufen lassen und versuchen, dazu mit Ohropax einzuschlafen.

Pogo

Es sieht brutal aus, aber drinnen herrscht ein Zusammenhalt und eine Rücksichtnahme, von der sich die Zivilgesellschaft eine Scheibe abschneiden kann. Der Moshpit gehört zu einem guten Rock-Konzert dazu, wie die Zugabe. In Corona-Zeiten ist er schwer umzusetzen. Wer es nicht mehr aushält: Einfach eine Matratze an die Wand stellen und sich dagegen schleudern: sicher der kuscheligste Moshpit ever!

Schlamm

Ein Festival ohne Schlamm ist nicht real. Such dir einen Regentag aus und marschiere mit Gummistiefel über Wiesen und Schlamm. Du wirst dich sofort wie auf dem Southside fühlen.