Infektionskrankheit

Sechster Coronavirus-Fall im Raum Freiburg gemeldet

Joachim Röderer

Es gibt in der Region Freiburg einen sechsten Coronafall. Vier Betroffene wohnen in Freiburg, zwei im Kreis. Der neue Fall eines 41-jährigen Infizierten steht nicht mit den vorigen in Zusammenhang.

Bei dem sechsten Infizierten im Raum Freiburg handelt es sich um einen 41-jährigen Mann. Der jetzt gemeldete Fall steht offenbar nicht im Zusammenhang mit anderen, die in Freiburg bislang aufgetreten sind, meldet die Stadt Freiburg am Sonntag. Anders als in den vorherigen Fällen lasse sich noch keine klare Infektionskette nachvollziehen. "Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran", wird Oberbürgermeister Martin Horn in einer Pressemitteilung vom Sonntagnachmittag zitiert.




Der Symptombeginn sei laut Sozialministerium in Stuttgart am 26. Februar gewesen. Zuvor – innerhalb der Inkubationszeit – sei der Mann vom 21. bis 23. Februar nach Basel gereist. Der Patient sei stationär in einem Krankenhaus in Baden-Württemberg aufgenommen worden, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums. Ihm gehe es gut, er weise keine schwere Symptomatik auf.
Hotline

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet: montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 9 und 18 Uhr telefonisch unter 0711/904-39555.

In vier Fällen hatte es eine Ansteckung gegeben, die ihren Ursprung bei einem Geschäftstreffen in München hatte. Bei einem fünften Fall hatte sich der Erkrankte bei einer Reise nach Bergamo/Italien angesteckt. Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg ist damit auf 16 gestiegen.

OB Horn bat die Bevölkerung erneut um Ruhe und Besonnenheit. Die Stadtverwaltung nehme die aktuelle Situation sowie die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst", so Horn. Alle Akteure arbeiten professionell und gut abgestimmt zusammen. Wir tun das Mögliche und das Nötige zur Eindämmung." Jeder der identifizierten Freiburger Fälle sei bisher mild verlaufen; alle betroffenen Personen befänden sich in einem stabilen Gesundheitszustand.

Am Sonntag hat auch der Verwaltungsstab in der Integrierten Leitstelle getagt. Der Oberbürgermeister hat sich dabei bei Uniklinik, Einsatzkräften, dem Gesundheitsamt des Landkreises und der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit bedankt.

Aktuell gebe es keine Einschränkungen für den Kita-, Schul- und Verwaltungsbetrieb, teilte das Rathaus mit.
Coronafälle im Elsass

Laut einer Pressemitteilung der Präfektur in Straßburg vom Sonntagnachmittag gibt es vier neue Infektionen mit Covid-19 für das Elsass. Die staatliche Gesundheitsbehörde Grand Est hat das bestätigt. Insgesamt wurden damit fünf Personen in den beiden Departements positiv auf die Viruserkrankung getestet.

Unter anderem hat sich die Lebensgefährtin des seit vergangener Woche im Straßburger Klinikum stationär behandelten 36-Jährigen infiziert. Der Mann war zuvor von einem Aufenthalt in der Lombardei zurückgekehrt.
Zunächst hatte sich die Frau mehrere Tage bei sich zu Hause in Isolation befunden. Nach einem positiven Testergebnis wurde sie am Samstag wie ihr Partner in das Straßburger Klinikum eingeliefert. Dort halten sich inzwischen auch die anderen Infizierten auf, eine 27-jährige Frau und ihre beiden ein und fünf Jahre alten Kinder aus dem Haut-Rhin. Alle Erkrankten seien stabil.

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