Verkehr

Schwierige Bergung eines Lastzuges am Freiburger Lorettoberg

Jens Kitzler

Eine Spezialfirma aus Bad Krozingen hat einen Sattelschlepper geborgen, der sich am Freiburger Lorettoberg festgefahren hatte. Er steckte in einer Serpentine der Mercystraße fest.

Ein aus Polen kommender Lastzug war am frühen Mittwochnachmittag, 30. Juni, in einer der engen Haarnadelkurven der Mercystraße, die auf den Lorettoberg führt, stecken geblieben. Zuvor hatte er bei einer Baustelle auf dem Lorettoberg Material abgeladen.

Der Fahrer war von oben in die Mercystraße eingefahren, wohl weil ihm das vom Navigationsgerät als kürzester Weg zurück in die Stadt angezeigt wurde. Ein Schild, das die Straße für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sperrt, übersah er. In einer Serpentine stießen sowohl die Zugmaschine als auch der Auflieger an der Kurven-Außenseite gegen eine Mauer – es gab kein vor oder zurück mehr.

Straße gesperrt – Spezialauftrag für Abschlepper

Die herbeigerufene Polizei sperrte die Mercystraße und informierte eine Bergungsfirma aus Bad Krozingen, die sich der Falles mit schwerem Gerät annahm. Zunächst wurde, berichtet Abschleppunternehmer Bertram Roeder, das havarierte Gespann getrennt und die Zugmaschine talwärts gefahren. Der heiklere Part der Unternehmung war allerdings, den Auflieger zu befreien. Dies gelang mit einem Spezialfahrzeug, mit Luftkissen – und ebenfalls talwärts.

Das geteilte Gespann wurde getrennt zum Parkplatz beim neuen SC-Stadion gebracht und dort wieder zusammengesetzt. "Keine Schäden am Fahrzeug und eine nur leicht angeschrammte Trockenmauer" lautet die zufriedene Bilanz des Bergungsunternehmers. Der polnische Lkw konnte seine Fahrt zwar verspätet, aber immerhin ohne Blessuren fortsetzen, die Polizei gab die Straße um 20.30 Uhr wieder frei.

Auf den Fahrer des Lkw und seine Spedition wartet nun eine Verwarnung sowie eine gewiss nicht allzu kleine Abschlepprechnung.