Schneegeflüster (1): Sonkoy Mamani Bath

Marco Fischer

In unserer neuen Interview-Reihe "Schneegeflüster" stehen Boarderinnen und Boarder aus der Region Rede und Antwort. Sie nehmen sich Zeit, schnallen ihr Board ab und beantworten Fragen rund ums Snowboarding. Heute: Sonkoy Mamani Bath, 18, aus Freiburg.



Wann hast Du mit dem Boarden begonnen?

Als ich 12 war, da hab ich so 'nen 4-Tageskurs gemacht. Ich wollte alles ganz schnell lernen. Äußerst geduldig war ich nicht. Mehr so das "Kamikazekind“: Einfach mal drauf los, wird schon schief gehen. Am Ende des Snowboardkurses sollten wir durch einen Slalomkurs fahren, dabei bin ich zwar oft hingefallen, aber ich war sehr schnell.

Beschreibe Deinen perfekten Snowboardtag.

Es muss schon am Abend davor anfangen. Erstmal Party machen, dann ausschlafen und mit 'ner Zeitmaschine wieder ein paar Stunden in die Vergangenheit reisen, damit man doch noch den ganzen Tag boarden gehen kann. Nicht so vorbildlich, aber so sieht halt mein Traumtag aus. Ach ja, und zum Abschluss des Tages muss eine heiße Schoki gehören und ganz ganz leckeres Essen.

Überzeuge Karl-Heinz Wintermuffel von Deinem Lieblingssport.

Hallo Karl-Heinz, also du hast doch gar keinen Spaß. Sport produziert doch Glückshormone und dann hast du doch automatisch Spaß, dann brauchst du kein Wintermuffel mehr zu sein.

Beschreibe Deinen Snowboard-Klamotten-Style.

Ein türkises Teil muss dabei sein, denn Türkis ist meine Lieblingsfarbe. Egal ob Baggy oder nicht, es sollte einfach was gleich sehen. Hochwasserhosen sind auch eher ein No Go. Es muss schön gemütlich sein.

Welche Musik hörst Du beim Boarden?

Ich hab 'ne Playlist, die nennt sich dann Happy-Mukke, diese Musik motiviert mich sehr! Wenn ich diese Musik höre, dann erinnere ich mich immer an bestimmte Momente auf dem Board. Mein absolutes Lieblingslied ist Underwear von FM Belfast. Ratatat, Crystal Fighters, M.I.A. und Ming Ping zähle ich ebenfalls zu meinen favorisierten Bands.



Welchen Snowboardtrend findest Du absolut lächerlich?

Ich mag es nicht, dass es unter Snowboardern auch Zickereien gibt. Das Gemeinschaftsgefühl geht dadurch teilweise flöten. Das Imponiergehabe und das Rumgepose sind auch nicht so mein Ding.

Beschreibe die Freiburger Snowboardszene in wenigen Worten.

Eine kleine Familie. Man kennt sich eben untereinander, weil die Szene auch nicht zu groß ist. Man hat einfach ne Menge Spaß zusammen.

Als der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus letzte Saison beim Skifahren einen schwereren Unfall hatte, gab es einen regelrechten Helmkauf-Boom. Wie schützt Du deinen Körper beim Boarden?

Ganz unvorbildlich. Also mich sollte man in dieser Hinsicht wirklich nicht zum Vorbild nehmen. Nen Rückenpanzer habe ich, aber den vergesse ich meist in meiner Schublade. Ich habe das Vorhaben mich zu bessern, ehrlich!

Deine schwerste Snowboardverletzung?

Letztes Jahr bei einigen Frontflip-Versuchen. Mehrere Male bin ich ziemlich aufs Knie gefallen. Nen guten Monat hatte ich was davon. Aber ich habe den Trick schlussendlich auch gestanden, daher hat es sich gelohnt.

Dein Lieblingstrick. Warum machst Du genau diesen Trick so gerne?

270 Frontboard 270 out. Es ist so eine schöne fließende Bewegung.

Welchen Trick würdest Du gerne noch lernen und warum?

Handplants. Sehen einfach sehr geil aus. Die kann man auch gut via Fotokamera einfangen. Dieser Trick hat einfach jede Menge Ästhetik.

Kaufst Du dir jede Saison ein neues Board oder hast du immer noch dein altes Board von deiner Konfirmation?

Ich habe mir letztes Jahr ein neues Board geleistet – das Spinster von Forum. Das ist mein Baby. Davor bin ich 4 Jahre lang ein und dasselbe Brett gefahren, dafür sieht es immer noch einigermaßen aus, erstaunlicherweise.

Mal 'ne ganz diskrete Frage: Hast du bei Männern mehr Erfolg seit du boardest?

Nicht das ich wüsste (lacht). Oder doch. Zu Schüler-VZ-Zeiten. Eine männliche Person hat dort auf meine Pinnwand geschrieben: „Ich bin dein größter Fan“.

OK, antworte ganz kurz: Regular oder Goofy?

Goofy.

Rails oder Kicker?

Beides.

Parkkid oder Freerider?

Beides.



Steckbrief


Name:
Sonkoy Mamani Bath

Geburtstag: 2. Februar 1991

Beruf: Schülerin (Abiklasse)

Schneefreie Hobbys: Kunst, Musik (Gitarre), Fotografie, Flohmärkte

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