Schlossberg in Weiß (49)

David Weigend

Gestern Mittag auf dem Kanonenplatz: Während unten in der Innenstadt der Schnee in wenigen Minuten zu Matsch wird, bleibt nur einige Meter weiter oben genug liegen für einen knirschenden Winterspaziergang.



Wer gestern das fast verstrichene Jahr nochmal vor dem so genannten geistigen Auge vorüberziehen lassen wollte, der war auf dem Schlossbergturm bestens aufgehoben. Trüber als hier war die Aussicht nirgends. Man sah nichts, man hörte nichts und man spürte nichts außer ein paar vereinzelten Schneeflocken.



Möglich, dass der weißen Weltflucht beim Abstieg rasch ein rutschiges Ende gesetzt wurde.



Spätestens die Schneefrau neben dem Kreuz kündete dann von der Rückkehr zivilsatorischen Humors. Und tatsächlich, vom Kanonenplatz aus konnte man sogar auch wieder die Arenabar sehen.



Un wo me luegt, isch Schnee un Schnee,
me siht ke Strooß un Fueßweg meh.
Mengg Soomechörnli, chlai un zart,
lyt unterm Bode wohlverwahrt;
un schnei's, so lang es schneie mag,
es wartet uf sy Ostertag.

Auszug aus Der Winter von Johann Peter Hebel



Foto-Galerie: David Weigend

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eines der Fotos (Thumbnail) klickt und dann auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.