Freiburger Schwebebahn

Schauinslandbahn bietet in diesem Jahr keine Freifahrten am Valentinstag an – weil der Fahrgastrekord verfehlt wurde

Simone Lutz

Fünf Jahre in Folge hat die Freiburger Schauinslandbahn neue Fahrgastrekorde eingefahren. Damit war 2019 Schluss. Im März steht die jährliche Revision an, die Bahn steht für fünf Wochen still.

Keine Freifahrten am Valentinstag – am Freitag, 14. Februar, werden die Fahrgäste der Schauinslandbahn nicht wie im vergangenen Jahr umsonst auf Freiburgs Hausberg gondeln können.


Der Grund damals: Fünf Jahre hintereinander hatte das Unternehmen Schauinslandbahn immer neue Rekorde eingefahren und deshalb die Gäste belohnt. Damit war 2019 aber erstmal Schluss und deshalb gibt’s diesmal auch keinen Freifahrtag.

Defizit trotz zweitbestem Ergebnis in ihrer Geschichte der Bahn

Rund 367.500 Menschen hat die Schwebebahn – Deutschlands längste Kabinen-Umlaufseilbahn – im vergangenen Jahr den Schauinsland rauf und runter befördert. Das sind rund 3,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Trotzdem sind die Betreiber nicht unzufrieden: Das sei immer noch das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Bahn und in Anbetracht der schlechteren Wetterverhältnisse als im Vorjahr und der Bauarbeiten "erfreulich", so die Freiburger Verkehrs-AG. 1,74 Millionen Euro hat die Schauinslandbahn 2019 erlöst, das ist etwas mehr, nämlich 0,7 Prozent, als im Jahr 2018. Dennoch fuhr das Unternehmen ein Defizit von 974.000 Euro ein.

Zu einer längeren Geschichte entwickeln sich die Umbaumaßnahmen an der Ostseite der Aussichtsplattform an der Bergstation. "Zumindest ist inzwischen alles betoniert", sagt Christine Kury, die kaufmännische Leiterin der Schauinslandbahn. Ursprünglich sollten die Umbauten im Winterhalbjahr 2018/2019 beginnen. Geplant ist eine Aussichtsplattform, die problemlos mit Rollstühlen und Kinderwagen zu erreichen ist; auch der hintere Ausgang soll ansprechender gestaltet werden. Ein breiterer Weg soll Barrierefreiheit garantieren, der Spielplatz, der am Hang liegt, wird angeglichen, der Hang und die steile Rampe werden nivelliert.

Im März steht die Schauinslandbahn für fünf Wochen still

Doch der Baubeginn musste auf den Mai 2019 verschoben werden, im Herbst desselben Jahres sollte die Plattform fertig werden. Doch viel Regen und früher Frost vereitelten den Plan. "Wenn wir weitergebaut hätten, hätten wir den Ausgangsbereiche für Gäste sperren müssen, und das ist unser barrierefreier Zugang", so Kury. Nun wolle man Anfang April weitermachen. 785.000 Euro werden die Arbeiten kosten, 72.000 Euro davon schießt das Land Baden-Württemberg zu.

Jetzt aber steht erstmal die fünfwöchige Frühjahrsrevision an, die Anfang März beginnt. Insgesamt 500 Maßkontrollen und Nachjustierungen stehen an, unter anderem werden zwei Tragseile nachgezogen.

Mehr zum Thema: