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SC Freiburg verpflichtet den Franzosen Baptiste Santamaria

René Kübler

"Wir wollten ihn unbedingt": Der französische Mittelfeldspieler Baptiste Santamaria wechselt vom SCO Angers zum SC Freiburg. Damit dürfte die Personalplanung des Vereins abgeschlossen sein.

Nur zwei Tage nach der Leihe des Mainzer Torwarts Florian Müller hat Fußball-Bundesligist SC Freiburg wie erwartet noch einen Spieler fürs zentral-defensive Mittelfeld verpflichtet. Vom französischen Erstligisten SCO Angers wechselt Baptiste Santamaria an die Dreisam. Die Personalplanungen der Breisgauer dürften damit abgeschlossen sein.


"Wir wollten Baptiste unbedingt verpflichten." Klemens Hartenbach, SC-Sportdirektor
Unter Freiburger Beobachtung stand Santamaria bereits die gesamte vergangene Saison über. Im Frühjahr diesen Jahres soll dann die erste Kontaktaufnahme stattgefunden haben. Nun sind die nicht ganz einfachen Verhandlungen zu einem Abschluss gekommen. "Wir wollten Baptiste unbedingt verpflichten und sind jetzt wirklich sehr froh, dass er bei uns ist", kommentiert SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach den Transfer.

"Ich möchte in Freiburg auch ein wichtiger Bundesligaspieler werden." Baptiste Santamaria
Baptiste Santamaria selbst sagt: "Es gibt viele erfolgreiche französische Spieler in der Bundesliga und ich möchte in Freiburg auch ein wichtiger Bundesligaspieler werden. Der Club steht für Stabilität und Ambitionen. Die Fans sollen sehr laut sein und ich hatte wirklich gute Gespräche mit den Verantwortlichen. Darum freue ich mich, hier zu sein."

Santamaria soll Balance und Stabilität ins Spiel bringen

Santamaria – 25 Jahre alt – komplettiert den Freiburger Kader auf jener Position, die noch vakant war. Da sich Janik Haberer bekanntlich neu orientieren will, suchten die SC-Verantwortlichen nach einem Partner für Nicolas Höfler im zentralen Mittelfeld. Da in Guus Til bereits ein offensiver Akteur (zwischen Position acht und zehn) verpflichtet wurde, sollte es nun noch die defensive Variante (zwischen sechs und acht) sein. In dieses Profil passt Santamaria in Hartenbachs Augen ideal: "Mit seiner spektakulär unspektakulären Herangehensweise wird er unserem Spiel die nötige Balance und Stabilität geben." Der frühere französische U-20-Nationalspieler gilt als Akteur, der mit Klarheit in der Lage ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Seine Fehlerquote ist auffallend gering, obwohl er auch die nötige Dynamik fürs Umschaltspiel mitbringt.

Der Durchbruch als Profi gelang Santamaria, der in der Nähe der zentralfranzösischen Stadt Bourges aufwuchs, im Herbst 2013. Damals schaffte er als 18-Jähriger den Sprung aus der Nachwuchsabteilung des FC Tours in die Zweitliga-Mannschaft Vereins. Ein begonnenes Jurastudium brach er daraufhin zu Gunsten der Fußballkarriere wieder ab. 2016 wechselte Santamaria dann zum Erstligisten SCO Angers, für den er als unumstrittene Stammkraft 137 Spiele (zwei Tore) bestritt.

Beim SC wird Baptiste Santamaria das Trikot mit der Rückennummer acht tragen. Nicht bekannt sind dagegen die Vertragsdetails, über die wie gewohnt Stillschweigen vereinbart wurde. Die Ablösesummen, über die zwischenzeitlich spekuliert worden war – 11 bis 15 Millionen Euro – entsprechen nach BZ-Informationen aber nicht annähernd den Tatsachen.

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