Soli-Aktion

SC-Dauerkarteninhaber wollen auf Ticket-Rückerstattung verzichten

Joachim Röderer

Fünf Bundesligaspiele stehen in dieser Saison noch aus. Fans wollen jetzt darauf verzichten, vom SC Freiburg die Rückerstattung von Ticketpreisen zu fordern, um den Verein zu entlasten.

Drei langjährige Dauerkartenbesitzer des SC Freiburg haben eine Solidaritätsaktion für den Freiburger Bundesligisten gestartet. Franz-Karl Opitz, Hermann Böckenförde und Eberhard Fugmann haben sich entschlossen, auf die Rückerstattung des bereits bezahlten Geldes für die noch ausstehenden fünf Bundesligaspiele zu verzichten – und regen an, dass andere Dauerkartenbesitzer ihrem Beispiel folgen. Mit der Einschränkung, dass dies für niemanden eine finanzielle Härte bedeuten darf. "Wir wollen auch keinen sozialen Druck ausüben", erklären die drei Initiatoren.


Ein kleiner Beitrag für die Zukunft des Vereins

Stand heute muss man davon ausgehen, dass wegen der Coronavirus-Krise der SC Freiburg die restlichen Saisonspiele und damit die wohl letzten Auftritte im Schwarzwaldstadion als Geisterspiele austragen muss – und damit ohne Fans auf den Tribünen. Opitz – SC-Mitglied seit 1981 und Dauerkarteninhaber seit 1985 –, Böckenförde und Fugmann sagen, sie wollten mit ihrer Aktion einen persönlichen Beitrag dazu leisten, dass der SC einigermaßen unbeschadet durch die unverschuldete Krise komme.

Der SC habe in den vergangenen Jahren immer guten Sport und beste Unterhaltung geboten, so die drei Initiatoren. Sie verweisen darauf, dass der Sport-Club immer bestens geführt worden sei, dass er viel Geld in die Jugendförderung und in soziale Projekte investiere – und dass er sich mit erheblichen Eigenmitteln am Bau des neuen Stadions draußen am Flugplatz beteilige.

Der Verzicht auf die Rückzahlung soll ein Zeichen des Dankes an den Verein sein, verbunden mit der Hoffnung, "dass wir alle bald wieder Spiele unseres SC gemeinsam und vor allem gesund anschauen können", betonen die drei langjährigen Fans.

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