Indierock-Festival

"Rolling Stone Park" in Rust wird vorerst nicht fortgesetzt

Peter Disch

Überraschend kommt die Mitteilung nicht, aber nun ist es offiziell. Es wird kein drittes Festival "Rolling Stone Park" im Europa-Park Rust geben – vorerst, sagt die Konzertagentur FKP Scorpio.

"Nach der genauen Auswertung aller relevanten Faktoren und mit Blick auf die im Vergleich zum Debütjahr nur wenig dynamische Entwicklung der Ticketverkäufe in 2019, haben wir schweren Herzen gemeinsam mit unseren Partnern, dem Rolling Stone Magazin und dem Europa-Park, entschlossen, dass wir Rolling Stone Park bis auf Weiteres pausieren lassen", wird in einer Pressemitteilung Stephan Thanscheidt, CEO und Head of Festival Booking beim Veranstalter FKP Scorpio, zitiert. Eine Neuauflage in den Folgejahren sei jedoch nicht ausgeschlossen: "Wir sind nach wie vor vollumfänglich vom Rolling-Stone-Park-Konzept und dem Europa-Park als idealem Veranstaltungsort überzeugt."


Damit ist der Versuch, neben dem norddeutschen Original "Rolling Stone Beach" einen süddeutschen Ableger mit identischem Programm zu etablieren, erst einmal gescheitert. "Rolling Stone Beach" ist seit Jahren mit 4000 Besuchern weit im voraus ausverkauft, die Mischung aus Konzerten mit Indierock- und Popbands, Lesungen und einem Kurzurlaub, in dem Fall in der Ferienanlage "Weissenhäuser Strand" in der Nähe Oldenburgs ein voller Erfolg.

Zur Premiere des zweitägigen Pendants in Rust, das in mehreren Sälen des Confertainment-Centers des Europa-Parks stattfand, kamen 2018 nach offiziellen Angaben 2200 Besucher. Beim zweiten Mal, im November 2019, sollen es genau so viele gewesen sein. Wer beide Male dabei war, hatte aber eher den Eindruck, dass der Andrang 2019 geringer war. Dass die Eintrittspreise für Rust im Vorfeld bereits reduziert wurden, war schon damals ein Hinweis darauf, dass der Zuspruch hinter den Erwartungen zurück blieb.

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