Mundologia

Reiseautor Stephan Orth berichtet vom Couchsurfing in Russland

Carolin Johannsen

Zehn Wochen auf fremden Sofas übernachten – das hat Autor Stephan Orth in Russland erlebt. Beim Couchsurfing bekam einen ganz persönlichen Einblick in die Kultur des Landes. Am Sonntag stellt er seine Erlebnisse, die er in einem Buch festgehalten hat, im Paulussaal vor.

Von Couch zu Couch insgesamt rund 22.000 Kilometer ist Stephan Orth in Russland gereist. Der Journalist und Buchautor war nach dem Studium der Anglistik, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften und des Journalismus bis 2016 für Spiegel Online tätig und veröffentlichte 2010 sein erstes Buch "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt – Kurioses aus dem Cockpit."


Seitdem sind viele weitere Bücher von ihm erschienen, unter anderem auch "Couchsurfing in Russland." Es ist das zweite Buch in dieser Reihe nach "Couchsurfing im Iran" und dem gerade erschienenen "Couchsurfing in China."

Gemeinsam mit Einheimischen leben

Für seine Couchsurfing-Reisen sucht sich Stephan Orth eher ungewöhnliche Länder aus, um sich dort sein eigenes Bild von der Kultur zu machen. In Russland wurde er so "fast zum Putin-Versteher", wie der Untertitel des Buches verspricht. Auf dieser Reise geht er vor allem der Frage nach: "Was ist Propaganda, was ist echt?" und bekommt viele verschiedene Antworten.

Durch das Couchsurfing kommt er an Orte, die man sonst wohl nicht bereisen würde. Er besucht eine Diamantenmine in Jakutien, eine Hippie-Villa auf der Krim und das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien. Dort lebt er gemeinsam mit Einheimischen, die ihn auf ihren Sofas übernachten lassen.

Authentisch und humorvoll zugleich

Bei Wodka diskutiert er mit ihnen über Politik und Propaganda und bekommt ganz persönliche Eindrücke des vielfältigen Landes und von den Menschen, die hinter ihrer meist schroffen Fassade viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben. Denn das ist Russland auch: ein Land der verschiedenen Menschen, Kulturen und Traditionen mit Muslimen in Tschetschenien, buddhistisch geprägten Regionen und dem eher asiatischen Osten.



In seinem Reisebericht erzählt Stephan Orth von seinen ungewöhnlichen Erlebnissen, die viel spannender sind, als hätte er nur die bekannten Sehenswürdigkeiten des Landes besucht. Sein Bericht ist authentisch und humorvoll zugleich durch die vielen Anekdoten und seine lebendigen Schilderungen.

Bei seiner Live-Reportage im Paulussaal im Rahmen der Mundologia wird Stephan Orth Texte aus seinem Buch präsentieren und noch viele weitere Anekdoten vom Reisen als Couchsurfer erzählen.
  • Was: Live-Reportage mit Reiseautor Stephan Orth
  • Wann: Sonntag, 26. Januar 2020, 14.30 Uhr
  • Wo: Paulussaal, Dreisamstraße 3