Feiernde Gruppen

Polizei wegen Corona-Partys in Freiburg und vier Landkreisen im Einsatz

BZ-Redaktion

Um größere Gruppen von Menschen und Corona-Partys aufzulösen, hat die Polizei am Donnerstag zahlreiche Einsätze in Südbaden gehabt. Dabei musste sie auch geöffnete Kneipen schließen.

"Eine Vielzahl von Meldungen über Ruhestörungen, feiernde Personengruppen und angeblichen Verstößen gegen geltende Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie" ist am Donnerstag bei ihr eingegangen, meldet das Polizeipräsidium Freiburg am Freitag. Einsätze im deutlich zweistelligen Bereich seien notwendig gewesen. Die Reviere in allen Landkreisen und in der Stadt Freiburg sind bis Mitternacht damit beschäftigt gewesen.


Die Polizei liefert einen Überblick über "nennenswerte Ereignisse in diesem Zusammenhang":

Freiburg / Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

In Ihrigen wurden Jugendliche gemeldet, die sich bei einer Schule versammelt haben sollen. Als die Polizei eintraf, sei niemand mehr vor Ort gewesen. In Leutersberg trafen sich laut Pressemitteilung der Polizei Feiernde, die Platzverweise erhielten; zwei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz seien festgestellt worden.



Wie bereits am Vortag wurden auch im Stadtgebiet Freiburg Gruppen gemeldet, die sich trotz aktueller Warnungen zum Feiern zusammengefunden hätten. Im Bereich Eichhalde in Herdern sei es deshalb zu mehreren Einsätzen gekommen. Ebenso wurden im Freiburger Stadtgarten mehrere Personen angetroffen, so die Polizei. Die Gruppen hätten sich einsichtig gezeigt und die Plätze verlassen. Auch zur Carl-Mez-Straße oder zum Tennenbacher Platz sei die Polizei gerufen worden. Dort sei aber niemand mehr angetroffen worden.

Landkreis Emmendingen

Mehrmals sind der Polizei am Donnerstagabend Ruhestörungen und vermeintliche Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie
gemeldet worden.Gruppen von Jugendlichen seien zum Beispiel in einem Park in Denzlingen gemeldet worden – die beim Eintreffen der Polizei weggerannt seien.

Obwohl Gaststätten um 18 Uhr schließen müssen, hätten sich in einer Gaststätte in Emmendingen in den späten Abendstunden noch Gäste aufgehalten, meldete ein Anrufer der Polizei. Auch dort hat diese niemand mehr angetroffen - ob ein Rechtsverstoß vorlag, werde noch geprüft.

In Riegel wurden Feiernde in der Leopoldstraße gemeldet und niemand mehr angetroffen. Auf der Kastelburg hat die Polizei mehreren feiernden Jugendlichen Platzverweise erteilt.



Landkreis Lörrach

Auch die Lörracher Polizei war am Donnerstag damit beschäftigt größere Gruppen aufzulösen, die sich zum Feiern in der Öffentlichkeit getroffen haben sollen. Die Polizei spricht von Gruppen von 3 bis 15 Personen, die sich zum Beispiel in der Lörracher Innenstadt, im Grüttpark, bei der Sporthalle in Steinen, bei dem Schulzentrum in der Egerstraße in Weil am Rhein zusammengefunden hatten. "Die Gruppen zeigten sich nach deutlichen und erklärenden Ansprachen einsichtig und entfernten sich", heißt es in der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Freiburg.

Die Polizei musste nach eigenen Angaben zudem eine Gaststätte in Lörrach schließen, die um 19 Uhr noch geöffnet hatte. Ebenso einen Einkaufsladen, der trotz Verbotes geöffnet hatte.

In Grenzach-Wyhlen hat die Polizei eine Kneipe geschlossen, "in welcher sich mehrere Personen unzulässigerweise aufhielten und Getränke konsumierten".

Landkreis Waldshut

Auch im Landkreis Waldshut musste die Polizei zahlreiche Einsätze fahren, die im Zusammenhang mit der erlassenen Corona-Verordnung standen.

In Todtmoos und St. Blasien haben die Beamten insgesamt zehn Personen auf Sportstätten und Spielplätzen angetroffen. In Laufenburg hat die Polizei ein geöffnetes Ladengeschäft geschlossen. Außerdem wurden in Bad Säckingen zwei private Geburtstagspartys beendet und zwei Menschen von einem Spielplatz verwiesen. Auch die hätten sich allesamt einsichtig gezeigt, so die Polizei.

Allerdings seien Beamte in Bad Säckingen am Donnerstagabend auf "eine völlig ignorante und uneinsichtige Personengruppe von ca. 15 jungen Leuten" getroffen. Diese hätten sich an einem Grillplatz getroffen, ein Lagerfeuer entfacht und sich mit alkoholischen Getränken eingedeckt. Besonders uneinsichtig hätten sich fünf junge Männer im Alter von 17 bis 23 Jahren gezeigt, heißt es in der Pressemitteilung: "Erst nach der Androhung weiterer Maßnahmen verließen diese unter Gelächter und blöden Sprüchen die Örtlichkeit."

Mehrere Meldungen seien auch beim Polizeirevier Waldshut-Tiengen eingegangen. Dabei sei es um Gruppen gegangen, die sich auf gesperrten Flächen in Waldshut und Tiengen, Eggingen und Albbruck aufgehalten haben sollen. In Waldshut-Tiengen sei eine Gruppe beim Jugendzentrum geflüchtet, als sie den Streifenwagen sahen.

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