Verschiedene Straftaten

Polizei warnt vor Bandenkriminalität in Freiburg-Haslach

BZ-Redaktion

Im Freiburger Stadtteil Haslach fällt seit April eine Bande auf, die bereits mehrere Straftaten begangen haben soll. Ihre Opfer sind ältere Menschen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand, so die Polizei, treibt derzeit eine kriminelle Gruppierung in Haslach ihr Unwesen. Die Bande soll, wie die Polizei mitteilt, seit Ende April 2021 bereits mindestens drei Straftaten begangen haben. Davon sei aufgrund der Polizei vorliegendem Bildmaterial auszugehen. Unter anderem soll die Bande am 4. Juni eine 94-jährige Frau bestohlen haben. Wie die Polizei weiter mitteilt, suche sich die Gruppe gezielt ältere Menschen aus, bedränge sie und nutze deren Wehrlosigkeit aus, um Wertgegenstände zu entwenden.

Laut Zeugenaussagen haben alle Tatverdächtigen eine "eher dunklere Hautfarbe". Mindestens eine der Personen soll ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben.

Die zwei Haupttäterinnen werden wie folgt beschrieben:
Erste Verdächtige: Etwa 55 bis 60 Jahre alt, 1,50 bis 1,55 Meter groß, lange, grau-blonde Haare zum Zopf gebunden, bekleidet mit einem Rock bis über das Knie, Strumpfhose und T-Shirt, etwas fülliger, insgesamt gepflegt. Markant sei ein großer, runder Bauch.
Zweite Verdächtige: Etwa 15 bis 18 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß, lange, dunkle Haare, schlank, immer mit einem Rock oder Kleid bis über das Knie bekleidet, weiße Sneakers, sehr gepflegt, auffallend schöne Zähne.

Darüber hinaus waren in wechselnder Besetzung zwei weitere Frauen und ein Mann dabei.

Die Polizei bitte Zeugen, die in Haslach verdächtige Wahrnehmungen bezüglich einer solchen Gruppierung machen kann dringend, sich unter der kostenlosen Notrufnummer 110 zu melden.

Die Polizei gibt außerdem Präventionstipp für älterer Bürgerinnen und Bürger:
  • Bitten Sie laut und deutlich um Hilfe von umstehenden Personen.
  • Sprechen Sie Personen direkt an, beispielsweise: "Sie in der roten Jacke ich brauche Ihre Hilfe".
  • Nehmen Sie keine größeren Bargeldbeträge mit.
    Tragen Sie Geld, Zahlungskarten und Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung und dicht am Körper statt in der Handtasche.
  • Lassen Sie Ihre Handtasche immer geschlossen.
    Tragen Sie Ihre Tasche zum Körper hin, mit dem Verschluss nach innen. Legen Sie den Trageriemen quer über den Oberkörper, nicht lose über die Schulter.
  • Legen Sie Ihre Geldbörse beim Einkauf nicht in die
    Einkaufstasche, den Einkaufskorb, einen Einkaufswagen oder Ihren Rollator. Geben Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen nicht aus der Hand.
  • Wird Ihre Geldbörse gestohlen, lassen Sie sofort Ihre EC- beziehungsweise Kreditkarte sperren (Sperr-Notruf 116 116) und melden Sie den Diebstahl der Polizei, damit die Karte auch für das Lastschriftverfahren gesperrt wird.
  • Lassen Sie sich nicht bedrängen. Rufen Sie sofort um Hilfe.
  • Wenn Sie etwas Verdächtiges oder einen Diebstahl beobachten, informieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 110.