Messe

Paradies für Fantasy-Fans: Die erste Comic Con in Freiburg am Wochenende

Enya Steinbrecher

Pyrotechnik unerwünscht, Hexenbesen erlaubt: Am Samstag und Sonntag findet in der Sick-Arena die Comic-Con statt. Es ist die erste derartige Messe in Freiburg für Film-, Spiel- und Fantasy-Fans.

Elfen, Anime-Figuren oder Trolle: Bei der ersten Comic-Con am kommenden Wochenende in der Sick-Arena auf dem Messegelände verkleiden sich Menschen in Fabelwesen. Die Messe ist eine Spielwiese für Menschen, die gerne Fantasy-Stoffe in Filme, Serien oder Computerspielen konsumieren. Das Besondere: Viele Gäste werden verkleidet in teils aufwändig selbst hergestellten Kostümen auf der Comic-Con erscheinen.

In der Messehalle 4 ist am Samstag und Sonntag einiges geboten: Auf der Hauptbühne gibt es Gespräche mit Synchronsprechern, zum Beispiel aus den Batman-Filmen, oder Lesungen, Turniere und Diskussionsrunden, etwa darüber, wie politisch korrekt Comics sein müssen. Zudem finden verschiedene Workshops statt, etwa dazu, wie man Katzenohren bastelt oder sich zum Cosplayer schminkt. So nennen sich diejenigen, die sich möglichst originalgetreu wie ihre Idole aus Filmen, Spielen oder anderen Medien verkleiden. Für sie gibt es eigene Umkleidekabine. Allerdings: Am Eingangsbereich gibt es einen Waffencheck. Viele Kostüme beinhalten Waffen. Damit diese nicht zur Gefahr werden, überprüfen die Veranstalter, ob der Gegenstand unbedenklich ist. Was nicht erlaubt ist: Pyrotechnik, Ninja-Sterne oder scharfe Mittelalterwaffen. Was geht: Regenschirme, Schwerter aus Schaumstoff oder Hexenbesen.

Veranstalter haben Messe zuvor in Offenburg ausgerichtet

Die Comic-Con ist besonders aus den USA bekannt: Dort findet jährlich in San Diego an einem Wochenende eine Art Messe für Comic-, Film und Computerspiele-Fans statt. In Freiburg richtet die Fireworks Productions GmbH mit Sitz in der Schweiz die Veranstaltung zum ersten Mal aus. Zuvor hatte das Team um Dave Felten die Messe schon mehrmals in Offenburg organisiert.

Lange war es nicht klar, ob der Termin überhaupt würde stattfinden können: Das Team um Felten arbeitet bereits seit 2019 an den Vorbereitungen. "Durch Corona gab es immer wieder Verschiebungen, und es war schwierig, weil man bis zuletzt nicht wusste, was Sache ist", sagt Dave Felten. Vor etwa einem halben Jahr hatte sein Team den Termin fixgemacht. Doch die Unsicherheit war bei den 74 Ausstellern und Interessierten bis zuletzt spürbar. "Viele haben kein Geld mehr, sich auf Sachen einzulassen, die vielleicht nicht stattfinden", so Felten.

"Ein Höhepunkt ist die Nerdparty am Samstag ab 18 Uhr", sagt Dave Felten. An beiden Tagen gibt es zudem einen Wettbewerb, bei dem sich die besten Cosplayer miteinander messen. Doch auch fachfremde Menschen finden sich auf Comic-Cons ein. "Da sind Väter, die ihren Söhnen einen echten DeLorean, wie aus dem Film ’Back to the Future’ zeigen wollen. Am Ende freuen sich die Eltern oft mehr als das Kind", sagt Felten.

Cosplay-Contest am Ende jedes Tages

Am Samstag und Sonntag gibt es jeweils einen Cosplay-Contest, bei dem Einzelpersonen und Gruppen in Kategorien wie "Beste Rüstung", "Beste Näharbeit" oder "gekauftes Cosplay" gekürt werden. Auch die Reaktion des Publikums fließt in die Bewertung ein. Einzelpersonen dürfen sich dabei 90 Sekunden präsentieren, Gruppen 120 Sekunden.

Auch der Veranstalter freut sich, am Samstag endlich auf der Comic-Con zu sein: "Mein Highlight ist, dass es überhaupt stattfinden kann", sagt er. "Wir können die Leute, die ihre Tickets teilweise seit mehr als drei Jahren haben, endlich reinlassen."
Was: Comic-Con Freiburg
Wann: Samstag und Sonntag, 17. und 18. September, 10 bis 18 Uhr.
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: Tagesticket: 25 Euro; im Vorverkauf 17 Euro (VVK), Wochenendticket: 40 beziehungsweise 30 Euro
Info: comicconfreiburg.de