Nachtleben

One-Trick-Pony-Betreiber: "Wenn es so weitergeht, wird es uns im nächsten Sommer so nicht mehr geben"

Anika Maldacker

Freiburgs Club- und Barbetreiber sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Das haben die Betreiber von Neko und One Trick Pony bei fudders digitalem Interview-Format "Let’s schwätz" deutlich gemacht.

Die Corona-Krise nimmt vor allem die Club- und Barszene mit. Der Lockdown im Frühjahr, die beschränkten Einlasszahlen und strengen Hygienevorgaben, Tanzverbot – all das nimmt auch Freiburgs Bar- und Clubbetreiber mit. Bei fudders digitalem Talk-Format "Let’s schwätz", das am Freitag stattgefunden hat, haben zwei Freiburger Nachtmacher die bedrohliche Situation für das Nachtleben unterstrichen. Boris Gröner, Geschäftsführer der Bar One Trick Pony am Schwabentor sagt dabei: "Wenn es bis März oder April nächstes Jahr keine deutlichen Lockerungen bezüglich der Personenanzahl geben wird, wird es uns bis dahin in dieser Form nicht mehr geben." Seit der Öffnung im Juni erreiche der Umsatz nur noch ein Drittel von dem, was im Vorjahr zur gleichen Zeit eingenommen wurde.


Auch Pino Raia, Betreiber der Clubs Neko und Karma, beklagt die Situation, in der Clubs derzeit stecken. "Wir brauchen eine Ansage und Unterstützung vom Bund", sagt Raia. Er rechnet mit einem sechsstelligen Verlust für seine drei Locations durch die Krise. Er sieht bei seinen Läden Neko, Karma und Coucou jedoch nicht die Gefahr einer Schließung.

Das Team des One Trick Pony hat sich inzwischen ein weiteres Standbein aufgebaut und bietet in dem kleinen Laden mit dem Namen "Chin Chin" über der Bar in der Salzstraße Spirituosen an. Außerdem verkauft das Team seine Cocktails inzwischen, in Flaschen abgefüllt, online. "In den USA und Großbritannien wird das öfter gemacht, in Deutschland ist das noch ein Nischengeschäft", sagt Gröner.



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