Nightlife-Guru: Campus Open in der Mensa

Nightlife-Guru

Am Samstag fand in der Mensa die zweite CampusOpen statt. Insgesamt fünf Bands, darunter Mediengruppe Telekommander, und zehn DJs sollten für Stimmung sorgen. Ob das gelungen ist, weiß unser Nightlife-Guru.



Die Jungs und Mädels an der Tür

1.700 Gäste passieren am Samstagabend die drei Türsteher und ihre weibliche Verstärkung auf dem Weg zur zweiten Campus Open. Trotz des relativ großen Ansturms keine langen Warteschlangen und genervte Gesichter. Stattdessen freundliche Securities und nur kurze Taschenkontrollen.

Inneneinrichtung & Deko

Dekoelemente sind nirgends zu finden. Die Mensa sieht fast aus wie immer. Lediglich die aufgestellten Bühnen und die Videoleinwände geben Hinweise auf den besonderen Anlass.

Wer war da?



Die Mehrzahl der rund 1.700 Besucher sind Studenten aus Freiburg und Umgebung. Ein bunt gemischtes Partyvolk, vom Rastamann bis zum Wirtschaftsstudent. Überraschenderweise ist der Pärchenanteil recht hoch, was den Flirtfaktor aber nicht negativ beeinflusst. Ein besonders flirtfreudiger Partybesucher ist der 23-jährige Cem, der im Laufe des Abends mit mindestens drei Frauen gesehen wird: „Was Party? Ich bin nur wegen der Frauen da!“

Partyatmosphäre und Klangwaren-TÜV

Erst um 22.30 Uhr spielt Topcase, die von den Teilnehmern des Vote 4 Your Band-Contests als Vorband für das österreichisch-bayrische Duo Mediengruppe Telekommander gewählt wurde. Joel Montagud, Sänger der Band Topcase, sagt nach dem Auftritt: „Das war wie ein Wüstensturm, der aus heiterem Himmel auftaucht und alles in seinen Bann zieht.“ Beim Anblick kreischender und zum Teil sabbernder weiblicher Fans scheint dieser Vergleich nicht weit hergeholt.

Anschließend die Mediengruppe. Die Absperrung wird so vorgerückt, dass diejenigen, die ganz vorne stehen, jederzeit auf die Bühne klettern und mitrocken können. Volumenregler hoch, der Boden bebt. Jeder, der in  Bühnennähe steht, hat das Gefühl, von der Schallwelle getragen zu werden. Florian Zwietnig, einer der beiden Tekelommander, zeigt sich nach dem Gig zufrieden: "Tolles Publikum, wir kommen bald wieder."



In der MensaBar hingegen ist Chillen angesagt: Bands wie die DubTubBackingBand und Dr. RING DING treten live auf und verteilen zuweilen kostenlose Redbull-Dosen an die Besucher. Auch im Mensa-Pavillon schalten alle Anwesenden einen Gang zurück. Während DJ Beatknecht auflegt (Sieger des vergangenen "Who rocks the Crowd?"-Contest der Campus Open), spielen einige Partygänger an den drei Tischtennisplatten PingPong. Mit jeder Minute und steigendem Alkoholpegel wird das Treffen des Balls zur Glückssache.

Catering und Getränkekarte

Eigentlich angemessene Preise für den kleinen Studentengeldbeutel: Wodka oder Jägermeistershot für 1€, Bier & Radler für 2,50 €. Wer seinen Durst ohne Alkoholzusatz löschen will, ist mit einem halben Liter Wasser oder Apfelsaftschorle für 2 € gut bedient. Allerdings befinden sich die Longdrinks für eine Studentenparty preislich auf recht hohem Niveau: für einen Wodka Bull muss man 4,50 € berappen. Vor der Tür gibt's Pizzastücke für 2,50 €. Gegen 2 Uhr muss der Pizzaverkäufer einem regelrechten Ansturm von Studenten standhalten, die vom Tanzen ausgehungert sind.

Auf dem Klo um halb vier...



...die Putzfrau sitzt wie versteinert auf ihrem Stuhl vor dem Kloeingang und beobachtet das bunte Treiben alkoholisierter Besucher. Knutschende Pärchen und Studenten in Karohemden bevölkern den Vorraum. Drinnen, auf dem Männerklo geht partymäßig nichts mehr. Auch als einer der Besucher laut „Party!“ schreit, passiert nichts.
 

Aufheiterle

Wer sich den Kopf klar genug hält, hat die Chance, mit zwei Damen vom ADAC eine eventuelle Mitgliedschaft zu besprechen. Hierfür gibt es jedoch scheinbar keinen Bedarf.  Die beiden stehen stundenlang lächelnd an ihrem Stand, alleine. 

Fazit

Eine gelungene Campus Open Party mit durchgehend sehr guter und gelöster Stimmung. Es wurde viel gefeiert und getrunken, trotzdem herrschte eine friedliche Atmosphäre. Highlight der Party war natürlich der Auftritt der Mediengruppe Telekommander.

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Foto-Galerie: Minh Duc Nguyen


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