SC Freiburg

New York Times adelt Streich als "soziales Gewissen des deutschen Fußballs"

Christoph Giese

Die renommierte amerikanische Tageszeitung hat SC-Coach Christian Streich zu einem Interview getroffen – und feiert ihn als "soziales Gewissen des deutschen Fußballs".

Jüngst am Freitag hat Christian Streich erneut seinen Vertrag als Cheftrainer des SC Freiburg verlängert. Der dienstälteste Coach der Bundesliga wird somit weiterhin für den Sportclub an der Seitenlinie stehen – eine Nachricht, die mutmaßlich auch über die Region Südbaden hinaus mit Wohlwollen aufgenommen wird, denn der 55-Jährige erfreut sich großer Beliebtheit, auch weil er immer wieder Statements zu gesellschaftlichen Fragen abgibt.


Dies ist auch der renommierten New York Times nicht verborgen geblieben. Die US-amerikanische Zeitung nennt ihn das "soziale Gewissen des deutschen Fußballs", da er sich auch zu politischen und gesellschaftlichen Dinge äußert. Rory Smith, der Autor des Artikels, geht sogar noch einen Schritt weiter und deklariert den SC-Coach als "Philosophen des Schwarzwalds".

Denn laut NY-Times sehe sich Streich wie alle großen Philosophen mit einem Paradoxon konfrontiert. Im Falle Streichs sei es das Gefangensein im Spannungsfeld zwischen der Liebe zum Fußball als Sport und den Fehlern des Geschäfts Fußball, von welchem Trainer Streich wiederum profitiere.

Der Philosoph Streich liebe den Fußball und sehe dennoch seine Komplexitäten und Heucheleien. Auch deshalb adelt ihn die NY-Times: Streich sei sich der Probleme bewusst und reflektiere sie.