Soziale Medien

Neun feministische Instagram-Accounts, denen alle folgen sollten

Anna Lob

Frauen, Feminismus und Perioden übernehmen das Netz. Auf Instagram gibt’s immer mehr politische Inhalte. Durch ein Abo dieser Accounts könnt ihr euch im Alltag regelmäßig mit feministischen Ideen und neuen Denkanstößen auseinandersetzen.



1. Feminist

"Feminist" ist sozusagen der Account für feministisches Einmaleins. Dort werden starke Fotografien, meist aus feministischen Projekten, feministische Cartoons und Memes geteilt. Der Account kombiniert Ästhetik mit Informationsvermittlung und ist intersektional ausgerichtet. Das bedeutet, dass neben Sexismus auch Rassismus und Homo- und Transphobie thematisiert werden.

2. Role Models

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Wahre Worte! Falls ihr die Episode mit @kuebrag noch nicht kennt, solltet ihr sie unbedingt anhören! Und zwar wie immer, überall wo es Podcasts gibt.

Ein Beitrag geteilt von Role Models (@_rolemodels) am Nov 1, 2019 um 3:50 PDT

"Role Models" ist eigentlich ein Podcastprojekt von Isabelle Sonnenfeld und David Noël. Weibliche Vorbilder brauchen eine Plattform. Aus diesem Gedanken heraus haben die beiden den "Role Models"-Podcast ins Leben gerufen. Für den Podcast interviewen sie regelmäßig Frauen, deren berufliche Erfolgsgeschichten inspirieren sollen und die spannende Geschichten erzählen. Auf Instagram teilen sie Zitate aus den Podcast Folgen und stellen die Frauen vor.

3. Wir muessten mal reden


Zu einem der aufstrebendsten, überwiegend deutschsprachigen feministischen Instagram Accounts gehört derzeit definitiv "wirmuesstenmalreden". Der Account wird von drei Frauen betrieben. Die Frauen bezeichnen sich selbst als fette beziehungsweise mehrgewichtige I_WoC (Indigenous und Women of Color). Wer über diese Begriffe stolpert, sollte auf dem Account vorbei schauen. Die Frauen betreiben Aufklärungsarbeit zum Thema Diskriminierung und bieten People of Color bewusst eine Plattform. Sie behandeln diese Themen auf eine kluge, direkte Art und Weise, die regelmäßig zum denken anregt.
4. The Sweet Feminist

Feminismus und Kuchen? Passen sehr gut zusammen. Das zeigt Becca Rea-Holloway auf ihrem bunten Torten-Account. Sie backt Kuchen und schreibt mit Zuckerkuss feministische Botschaften darauf. Das Ergebnis sind Bilder, die irritieren und unterhalten und für süße Abwechslung im Instagram-Feed sorgen.

5. UN Women

Eine internationale Perspektive bietet der Account von UN Women, einer Einheit der Vereinten Nationen. Auch hier werden die Geschichten von Frauen auf der ganzen Welt beleuchtet. Außerdem bietet die Plattform Informationen und Statistiken rund um sexualisierte Gewalt und Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Bereichen. Auch die deutsche Vereinigung hat einen eigenen Account: @unwomengermany

6. Feminhistory

"Was diese Regierung getan hat, war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist." Mit diesen Worten wurde Marie Juchacz 1919 zur ersten Frau, die als Abgeordnete eine Rede im deutschen Parlament hielt. Der Instagram-Account feminhistory stellt die 110 Frauen vor, die zwischen 1919 und 1933 dem deutschen Parlament angehörten. Die Informationen wurden im Zuge einer Bachelorarbeit aufbereitet.

7. Why I didn’t Report

Sexualisierte Gewalt gehört nach wie vor zu den größten gesellschaftlichen Missständen unserer Zeit. Ein großes Problem ist, dass den Opfern nach wie vor oft nicht geglaubt wird - egal, welches Geschlecht sie haben. Die Überlebenden bekommen häufig die Frage "Warum hast du nicht angezeigt?" Und genau dieser Frage widmet sich der Account "whyididntreport". Hier werden die Antworten von Personen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, gezeigt.

8. Initiative Chefsache

Dass es zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt, ist ein Problem, das inzwischen allgemein bekannt ist. Mit der "Initiative Chefsache" haben sich verschiedenen Organisationen verbunden, die für Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt kämpfen. Neben inspirierenden Frauen legt der Account einen besonderen Fokus auf notwendige Reformen des Arbeitsmarkts, der die Weichen für Geschlechtergerechtigkeit stellt.
9. Feminist Foreign Policy

Eine feministische Perspektive auf Politik zu haben, bedeutet, die jeweiligen Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Geschlechter mitzudenken. Daraus ist der Ansatz der feministischen Außenpolitik entstanden. Um diesen auch in Deutschland voranzubringen, hat Kristina Lunz gemeinsam mit Marissa Conway das Centre for Feminist Foreign Policy gegründet. Die Organisation veröffentlich Forschung zu feministischer Außenpolitik und berät das Auswärtige Amt. Auf Instagram teilen sie Informationen zum Thema und berichten darüber, wie es ist, eine feministische politische Organisation von Grund auf aufzubauen.

Mehr zum Thema: