Regionale Labels

Neueröffnung: In der Rathausgasse gibt es einen Pop-up-Laden

Jana Kohlschütter

In der Rathausgasse hat der neue Pop-up-Laden der Freiburger Wirtschaftsförderung eröffnet. In einem ehemaligen Kleidergeschäft gibt es noch bis zum 23. Dezember elf regionale Labels zu entdecken.

Von Taschen aus alten Schiffssegeln, über nachhaltige Mode und Schmuck, Schwarzwaldkunst, bis hin zu Sandelspielzeug und echten Holzprodukten – der neue Pop-up-Laden in den Räumen des früheren Kleidergeschäfts Colloseum hat einiges zu bieten. Die verschiedenen Labels haben sich durch die Freiburger Wirtschaftsförderung "Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe" (FWTM) zusammengefunden und sich kurzerhand selbst organisiert, um das gemeinsame Geschäft aufzuziehen, zu dekorieren und zu managen. Relativ kurzfristig, teils erst eine Woche vorher hat die Organisation begonnen und aus elf eigenständigen Labels mit Gründerinnen und Gründern, die sich bis dato noch unbekannt waren, wurden kurzerhand Geschäftspartnerinnen und -partner.

Die Atmosphäre im Laden ist toll, alle sind voller Vorfreude, ihre Produkte teils zum ersten Mal ausstellen zu können. "So haben die Leute auch einmal die Chance, die Sachen anzufassen und die Haptik zu spüren", so Ines über ihre Taschen von Coagoa, die es bisher nur online zu finden gab. Auch eine Umkleide steht für die Kundinnen und Kunden bereit, um die Kleidung, beispielsweise von Vivien Joy oder Vanessa Carrubba anprobieren zu können. Trotz der unterschiedlichen Marken hat der Laden einen einheitlichen Stil, die Markennamen über den Ständen lassen einen leicht zurechtfinden, Graffiti an den Wänden sorgt für das gewisse Extra und grüne Pflanzen ziehen eine Art roten Faden durch die Dekoration.

Die FWTM will junge Unternehmen fördern und Leerstand vermeiden

Wie beim letzten Pop-up Store in der Schusterstraße, ist das Ziel der FWTM jungen Unternehmen eine Fläche zu bieten, um ihre Produkte auszustellen und neue Zielgruppen zu erschließen sowie zeitgleich Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Leerstand in der Innenstadt vermieden und Lücken positiv genutzt werden können. Möglich wurde das Projekt außerdem durch den Eigentümer Constantin O. Bock-Hoven, der die Räumlichkeiten vergünstigt an die FWTM vermietet. Die Labels dürfen so die Fläche im Geschäft kostenfrei nutzen und kümmern sich dafür selbstständig um die Organisation. Die Schmuckdesignerin Lina Saleem erklärt, dass sie gemeinsam einen Schichtplan erstellt haben, sodass immer zwei Personen vor Ort sind – auch die Gründerinnen und Gründer selbst.

Eine zusätzliche Neuartigkeit ist der "Shop & Drop"-Service, den es in diesem Geschäft erstmals geben wird und eine Bedingung der FWTM war, den Laden zu eröffnen. Das heißt, dass Einkäufe dort in einer Aufbewahrungsstation abgegeben und bis zu fünf Tage für 1 Euro pro Tag gelagert werden können. In manchen Läden werden Gutscheine für diesen Service verteilt. Die Einkäufe werden im Untergeschoss gelagert.

Welche Labels sind vertreten?

Die Auswahl der Labels hat die FWTM getroffen. Alle Marken sind regional aus dem Raum Freiburg und stehen im Großen und Ganzen für Nachhaltigkeit oder Langlebigkeit. Das sind die im Laden zu findenden Marken:

Art Wood: Das Modelabel aus dem Schwarzwald wurde bereits 2012 gegründet und verkauft neben cooler Streetwear auch Fineart, auf Leinwänden, Postkarten, Bechern und vielem mehr.

Coagoa: Comes around goes around – das nachhaltige Taschenlabel macht aus alt neu und schön. Jahre alten Segel wird wieder Leben eingehaucht, indem sie zu stylischen Taschen upgecycelt werden.

CompacToys: Die Firma stellt faltbares Sandelspielzeug her – für alle, die neben Kind und Kinderwagen nicht noch einen Koffer voller unhandlichem Spielzeug transportieren wollen, wenn es zum Spielplatz oder in den Urlaub geht.

Hans Hermann: Nicht einfach nur Fliegen und Einstecktücher – das Schwarzwald-Label kreiert handgefertigte und einzigartige Accessoires für den modernen Gentleman, frisch produziert, aus dem Einmachglas.

Kaschmirkind: Bei diesem Freiburger Start-Up-Label gibt es bewegungsfreudige und atmungsaktive Kleidung für Kinder und Damen aus 100 Prozent mongolischen Kaschmirprodukten. Dabei wird Wert auf Natur, Mensch und Tier gelegt und nur mit ausgewählten Lieferanten gearbeitet.

Lina Saleem Jewels: Ein Schmucklabel, bei dem es um gesellschaftliche und persönliche Werte geht, also Schmuck mit Bedeutung für schöne und starke Charaktere.

Minime Handmade: Das junge Label steht für zeitlose, modische und einzigartige Baby- und Kleinkindmode, gefertigt in Handarbeit, von der Gründerin selbst. Alle Teile sind aus Naturmaterialien und komplett einzigartig und individuell.

Schreinerei Pozsgai: Diese kleine Schreinerei stellt in ihrer Werkstatt Holzprodukte sowie Möbel in einzigartigen Designs her.

Unterwegs mit Lieblingsmenschen in Freiburg: Auch das Buch von fudder-Autorin Maria-Xenia Hardt könnt ihr im Store finden. 85 Tipps, um mit lieben Menschen das schöne Freiburg zu erkunden.

Vanessa Carrubba: Ein Modelabel für elegante und selbstbewusste Frauen, das sich durch zeitloses und zugleich extravagantes Design auszeichnet.

Vivien Joy: Dieses nachhaltige Modelabel designt bequeme und schicke Zweiteiler für den Alltag oder die nächste Abenteuerreise – alles fair produziert.

Öffnungszeiten:

Mo-Sa 10-19 Uhr
Was: Pop-up Store mit regionalen Labels und Shop & Drop Service
Wo: Rathausgasse 36
Wann: 19. November bis 23. Dezember 2021

Adresse: