Neueröffnung: Freundsaft verkauft frische Säfte auf Freiburger Märkten

Carolin Buchheim

Marcus Moe liebt Sprachwitze – vor allem solche, in denen er das Wort Saft unterbringen kann. Unter dem Namen "Freundsaft" verkauft der 46-Jährige gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Leron Katsir frische Säfte auf Freiburger Märkten.



Ohne mit der Wimper zu zucken, verwendet Marcus Moe (Bild unten links) das Wort „Gemeinsafter“ zur Selbstbezeichnung. Geschäftspartner Leron Katsir nennt er einen „Wissensaftler“. Dann kann Moe sich doch nicht mehr zusammenreißen, und lacht laut auf. „Es geht uns bei unserer Firma eben um genau diese Dinge“, sagt er, „um Gemeinschaft, Wissenschaft und Freundschaft.“

Vor allem aber geht auch um Saft, Saft aus Obst und Gemüse nämlich. Den bieten die Freundsafter seit Anfang September in knallbunten 0,25-Liter-Glasflaschen auf Freiburger Märkten an. „Das Besondere an unserem Saft ist, dass er kalt ausgepresst ist und nicht zentrifugiert“, erklärt Moe. Diese Methode der Saftgewinnung sei zwar aufwendiger, aber besonders schonend, da es zu keiner Temperaturerhöhung des Safts komme – gut für Vitamine, Enzyme und Geschmack.

Lange haltbar sind die unpasteurisierten Säfte nicht, nach maximal drei Tagen  sollten sie getrunken sein. Das Obst und Gemüse dafür kommt – soweit möglich – aus lokalem biologischen Anbau.



Auf dem Stühlinger Markt bleiben an diesem Morgen viele Passanten stehen, um die bunten Säfte zu probieren. Der gelbgrüne Saft aus Apfel, Ananas, Limette und Minze schmeckt intensiv fruchtig-süß, der dunkelrote aus Apfel, Karotte, Roter Bete und Ingwer kräftig scharf. „Unser dritter Saft, ist was für Profis“, befindet Moe. Er  wird aus Apfel, Spinat, Gurke, Sellerie, Petersilie und Zitrone gepresst und schmeckt nahrhaft. Das ist auch gewollt. „Unsere Säfte sollen Nahrung sein, kein Extra für nebenbei.“

Für Saftmacher Leron Katsir (Bild oben rechts) gehört Saft zur täglichen Ernährung. „Das war schon als Student so“, sagt der 34-Jährige, der aus Florida stammt. In Deutschland vermisste er die grünen Säfte, die er immer beim Lernen getrunken hatte.  Das Saftmachen ist eine Arbeit, die Katsir glücklich macht. „Es ist schön, den Saft mit Fremden und Freunden zu teilen, und zu hören, dass er ihnen schmeckt und gut tut.“



4 Euro kostet jede Flasche, ab vier Flaschen gibt es einen Rabatt. Auch eine komplette Saftkur kann man bei „Freundsaft“ erwerben: 110 Euro kosten die 30 Fläschchen Saft, die man an drei Tagen trinken soll. „Auf Fastfood hat man dann keine Lust mehr“, behauptet Saft-Unternehmer Moe.

Die "Freundsaft"-Betreiber liefern ihre Erzeugnisse auf Wunsch auch ins Büro oder nach Hause an – per Fahrrad natürlich. Im Januar wollen Moe und Katsir ein „Freundsaft“-Ladengeschäft in der Lehener Straße 13 eröffnen. An dessen Fenstern prangt bereits das Firmenlogo. Programm gibt’s dort schon vorhert: Vom 13. bis zum 21. Dezember 1013 veranstalten die Grafiker Silke Jaspers und Moritz Esser dort unter dem Namen "Xmas Pop Up Shop" einen Design-Geschenkemarkt.



Freundsaft

Stühlinger Markt
Mittwoch und Samstag
8 bis 13 Uhr

Wiehre Markt
Mittwoch
14 bis 18:30 Uhr

ab Januar
Probierstube mit Verkaufsraum
Lehenerstraße 13

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