Neueröffnung: Concept Store Pop-Up-Shop in der Marienstraße

Maik Frantsche

Dieses Geschäft wird es nur vier Wochen lang geben: Im Kurzzeitladen "Concept Store" in der Marienstraße wird es bis Weihnachten an zwei Tagen pro Wochen Vintage-Möbel, Wohnaccessoires, biologische Wandfarbe und limitierte Druckgrafik mit Freiburg-Faktor zu kaufen geben. Wir haben vor der Eröffnung schon mal vorbei geschaut:



Auf der Insel in der Freiburger Altstadt, direkt hinter der Hausbrauerei Feierling, eröffnet am kommenden Freitag der Pop-Up-Laden "Concept Store". In den Räumlichkeiten war bis zu seinem Umzug an den Adelhauser Kirchplatz das Stoffgeschäft Karl Etoffe & Max Tessuti beheimatet, jetzt kommt in der Vorweihnachtszeit für zehn Tage wieder Leben in den Laden.

Noch wird dort ein gewerkelt, damit zur Eröffnung alles fertig ist. „Vieles ist provisorisch", sagt Iris Weidemann, die den Concept Store gemeinsam mit Mike Herr und den Machern von Kreidefarben.de betreiben wird. "Wir haben gestrichen, die elektrischen Leitungen neu verlegt und den Boden abgeschliffen. Jetzt kommt die Einrichtung an die Reihe. Am Freitag geht’s los.“

Für die 40-jährige freischaffende Texterin ist der Concept Store der erste Laden - und sie freut sich auf die Herausforderung. Zwischen Leitern, Spax-Schachteln und Gläsern voller Inselhopf erzählt Iris Weidemann, wie es zur Ladeneröffnung kam: „Ich gehe immer schon liebend gerne auf Antikmärkte und habe ein Faible für Wohnaccessoires und Möbel im Vintage-Look.“

Neue Fundstücke verstaute sie bisher in der eigenen Wohnung und Garage, regelmäßig besuchte sie Antikmärkte in Südfrankreich – ihrer zweiten Heimat. „Im Urlaub in der Provence war ich in einem Bed and Breakfast und der Besitzer erzählte mir, dass er seine Unterkunft schließen werde, und ob ich etwas von seinem Inventar haben möchte. Und so kam ich eben mit 15 Kubikmetern Möbeln als Urlaubssouvenir zurück.“



Bisher profitierte vor allem Iris Weidemanns Freundeskreis von ihren kleinen Garagenverkäufen, hin und wieder wechselten ein paar ihrer Stücke über Dawanda den Besitzer. Wer Freude am Mix von schlichten skandinavischen Designelementen und französischen Möbeln und Accessoires im Shabby-Chic-Look hat, kann in ihrem Teil des Ladens fündig werden. Selbstgenähte Kissen, Metallmöbel mit Patina, Betten, Spiegel, Gläser und andere Einrichtungsgegenstände werden hier liebevoll ausgestellt. Der Name ihres Labels: "Siri Piri".

In der anderen Hälfte des Geschäfts stellt Mike Herr seine Arbeiten aus. Seine Arbeiten verkauft der 40-jährige Grafiker unter dem Namen "Herr Alexander" - eine Kombination aus seinem Nachnamen und seinem zweiten Vornamen. Weidemann und Herr kennen sich über die gemeinsame Arbeit in einer Freiburger Werbeagentur. „Der Raum hat uns sofort ein tolles Gefühl gegeben“ sagt Alexander Herr. „Unser Laden soll kein typisches Einzelhandelsgeschäft sein. Hier gibt es keine befüllten Regale mit Artikeln in zigfacher Ausführung.“

Denn alle Einrichtungsgegenstände und die gesamte Deko sind Unikate. „Was weg ist, ist weg. So verändert sich der Raum ständig und es kommen immer wieder neue Sachen hinzu", sagt Weidemann, die in ihrer Garage in Littenweiler noch so manches Schmuckstück bereit hält. "Nachschub wird nicht das Problem sein“, sagt sie lachend.



Mike Herr kommt aus dem Schwarzwald. Und er liebt ihn. „Als ich während meines Designstudiums und danach in verschiedenen Großstädten gelebt und gearbeitet habe, merkte ich, wie sehr mir der Schwarzwald fehlt.“ Auch wenn es kitschig klingen mag, hat er ganz eigene romantische Vorstellungen vom Schwarzwald.

Er beschloss, seine ganz persönliche Sichtweise auf die Region mit Hilfe von Siebdrucken umzusetzen - angelehnt an alte Reiseplakate. „Für mich persönlich vermitteln die Drucke ein schönes und angenehmes Gefühl an meine Heimat“. Die Bilder sollen keine Kunst sein, Herr will sich nicht künstlerisch mit der Thematik Schwarzwald auseinandersetzen und zum x-ten Male einen Bollenhut zu Papier bringen, das ist ihm wichtig

Bisher kann man die limitierten Siebdrucke bereits gerahmt beim „Rahmenladen“ in Freiburg kaufen. Im Concept Store gibt es sie auch  ungerahmt. „Ich bin gespannt auf die Leute", sagt Herr. "Ich finde es interessant zu erleben, wie sie auf meine Bilder reagieren, das wird spannend."



Für beide ist ihr Pop-Up-Store eine ganz neue Erfahrung. „Ich wollte meine ganzen Fundstücke nicht mehr nur über das Internet verkaufen, also war ich auf der Suche nach einer passenden Location.“ Erst vor wenigen Wochen fielen Weidemann die Räumlichkeiten des ehemaligen Stoffladens auf, innerhalb einer Woche war die Sache geklärt. „Bei Frau Feierling-Rombach stießen wir mit unserem Vorhaben auf offene Ohren und so war das Ganze relativ schnell unter Dach und Fach.“

Bei der Gestaltung der Räume halfen ihnen die Betreiber von diekreidefarbe.de. Weidemann benutzt seit Längerem selbst die biologischen Kreidefarben auf Mineralbasis und so kam eines zum Anderen. Die beiden Teninger Andrea Schultz und Stephan Zaengler waren von der Idee begeistert, brachten ein paar Eimer Farbe mit und präsentieren ihre Farben nun im hinteren Teil des Stores. Neben der speziellen Kreidefarbe, die nicht nur für Wände sondern auch für Möbelstücke geeignet ist, bieten sie auch ausführliche Beratung. Wer eines seiner Möbelstücke „shabby chic“ streichen möchte, bekommt hier Tipps und die richtigen Utensilien. Bei Bedarf einfach mal eine Türe oder Schublade mitbringen - dann wird vor Ort gemeinsam getestet.



Concept Store: SiriPiri, Herr Alexander & Kreidefarbe.de

Marienstraße 14
79098 Freiburg

Öffnungszeiten


Eröffnung

Freitag, 28. November 2014, 10 Uhr dann bis zum 24. Dezember 2014
jeden Freitag und Samstag sowie am 22. und 23. und 27. Dezember
jeweils von 10 bis 19 Uhr

Mehr dazu:

 
Foto-Galerie

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