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Neueröffnung: Bei Appetié in St. Georgen gibt es Feinkost und Delikatessen

Sarah Rondot

In Freiburg-St. Georgen gibt es südländische Leichtigkeit: Die Inhaber von Appetié bieten mehr, als auf eine Antipasti-Platte passt und haben trotz Corona schon Stammkundschaft.

Das Geschäft

Die Kerne sind das Herzstück jeder Olive. Denn aus dem Kern heraus entsteht sie und hier liegt auch die Quelle des Geschmacks. Sergei Zeitler steht hinter der Theke des Feinkost-und Delikatessengeschäftes "Appetié" im Freiburger Stadtteil St. Georgen. Er spricht über Oliven, wie andere Leute über Poesie. Seine Lieblingsolive ist die "Picholine" aus Südfrankreich. Eine feste Sorte, natürlich mit Stein, "schonend in der Salzlake entbittert", wie Sergei betont. In der Antipasti-Theke liegen unter anderem Oliven aus Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich. Auch getrocknete Tomaten, Artischockenherzen und Feta locken hinter der Glasscheibe. "Wir bereiten alle Antipasti frisch im hinteren Bereich des Ladens vor", auch so außergewöhnliche Kreationen wie Feta mit Orange und Wacholderbeeren.

Die Betreiber

Vor der Tür des Ladens fließt idyllisch der Dorfbach vorbei. Seit dem 29. Oktober hat "Appetié" seine Türen geöffnet. "Ohne Corona wäre sicherlich mehr gelaufen", sagt Sergei, aber er will sich nicht beschweren. "Es wird sowieso zu viel gejammert." Die Räumlichkeiten des ehemaligen Edekas nutzen Sergei und sein Schwager Sergej Gricenko schon länger, um Antipasti vorzubereiten, die dann auf dem Markt in Zähringen und Rheinfelden verkauft werden. Sergei leitet seine eigene Werbeagentur "Kuck Uck", in der sein Schwager der Projektleiter ist. "Wir sind jung und hatten Lust nochmal etwas Neues anzupacken." Das die Wahl auf Antipasti fiel, war eine leichte Entscheidung. "Das schmeckt uns beiden." Jetzt ist "Appetié" ein richtiger Familienbetrieb. Auch die beiden Verkäuferinnen Anja und Katja gehören zur Familie.

Die Speisen

Doch nicht nur Oliven locken Feinschmecker in den Laden. Es gibt ein italienisches Regal mit frischem Pesto sowie selbstgemachten Pasta, außerdem eingelegte Sardinen, handgemachte Schokolade aus einer Manufaktur aus Griechenland, Café aus der Rösterei "Schwarzwild" und natürlich eine Käse- und Wursttheke. Der italienische Käse steht in großen und kleinen Blöcken hinter der Theke und wird frisch abgehobelt. Katja empfiehlt die Salami mit Trüffel, Fenchel oder Walnuss. Zu jedem Produkt hat Sergei eine Geschichte zu erzählen. "Für eine Flasche kaltgepresstes Olivenöl braucht man zwei ganze Olivenbäume, manche davon sind Jahrhunderte alt!" Der Kontakt zu den Zulieferern ist Sergei wichtig. Viele kennt er persönlich, wie beispielsweise den Imker, dessen Schönberg-Honig bei "Appetié" im Regal steht. Am Samstag gibt es bei Appetié auch Baguette und Croissants aus dem Elsass. Und Sergei holt bei Stefan persönlich "Stefans Käsekuchen" ab, "der Kuchen ist in der Region ja schon eine Legende. "Mein persönlicher Favorit ist Käse-Mohn."

Die meisten Kunden kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad vorbei. Einige sind schon in kurzer Zeit zu Stammkunden geworden. "Wir wohnen in der Nähe und essen sehr gerne, also passt das", sagt eine Frau lachend, die ihr Tütchen mit griechischer Schokolade füllt. Kinder bekommen bei "Appetié" fast immer eine Kleinigkeit zum Probieren. "Der Kontakt ist bei uns viel intensiver als auf dem Markt", freut sich Sergei. Nach dem Einkauf können die Kunden einen Espresso oder Cappuccino to Go mitnehmen. Doch die Stehtische sind schon bereit. Sergei freut sich darauf, wenn die Kunden wieder gemütlich vor dem Laden am Dorfbach ihren Café genießen können. "Appetié darf weiter geöffnet bleibe", sagt Sergei. Das nutzen viele, denn die Körbe mit Delikatessen eignen sich gut als Weihnachtsgeschenk auf den letzten Drücker.

Adresse:
Am Dorfbach 7
79111 Freiburg


Öffnungszeiten (regulär):
Dienstag & Donnerstag:
13 bis 19 Uhr
Samstag: 8 bis 14 Uhr

Öffnungszeiten Festtage:
22.und 23. Dez. 13 bis 19 Uhr
29. und 30. Dez. 13 bis 19 Uhr
24. und 31. Dez. 7 bis 12 Uhr
2. bis 9. Jan. geschlossen