Club der Freunde

BZ-Interview

Nawalnys Trainer: "Ich hab’ gleich gespürt, das ist ein Kämpfer"

Geheimhaltung, Liegestütze und Schwarzwälder Kirschtorte: Personaltrainer Björn Leber aus Bernau erzählt, wie er Putin-Kritiker Alexej Nawalny im Schwarzwald zwei Monate lang ins Leben zurück boxte.

Als Personaltrainer betreute der ehemalige Skicross-Rennfahrer Björn Leber zwei Monate lang den russischen Kremlkritiker Alexej Nawalny und boxte ihn nach dem lebensbedrohenden Nowitschok-Anschlag zurück ins Leben.
"Ich hab’ gleich gespürt, das ist ein Kämpfer." BZ: Herr Leber, wie wurden Sie Nawalnys Coach?
Leber: Das geschah ganz spontan. Ich erhielt einen Anruf, eine Frau hat mich gefragt, ob ich ihren Chef als Personaltrainer betreuen könne. Ich hatte Zeit, weil ich daheim in Bernau gerade an meiner Bachelorarbeit schreibe. Per Facetime gab es ein Vorgespräch, das hat gepasst, weil ich gut englisch kann. Ich wurde zur Verschwiegenheit verpflichtet.
BZ: Erinnern Sie sich an das erste Zusammentreffen mit Nawalny?
Leber: Das war am 15. Oktober, bei ihm zu Hause in Ibach. Ich wusste nicht, wer mich erwartete. Ich hatte nur so eine Ahnung, weil da überall Mannschaftswagen der Polizei standen. Da fiel’s mir wie Schuppen von den Augen. Ich musste eine halbe Stunde draußen in der Kälte warten, bis die mich reingelassen haben. Das hätte noch länger gedauert, wenn Nawalny nicht Mitleid gehabt und mich hereingebeten hätte. Und dann stand er da. Groß, aufrecht, ...

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